Das Spiel auf der Wiener Ravelinstraße war eines von insgesamt dreien, welches die Warlords im Herbst bestreiten. Ziel ist die Qualifikation für einen Ligaeinstieg 2010. Ein Weg der vor ihnen schon von den Vienna Knights und zuletzt den Styrian Bears beschritten wurde.

Ihr erster Gegner war vom Papier her übermächtig, denn niemand geringerer als der Silver Bowl Champion aus St. Pölten gab sich die Ehre. Die Invaders traten aber mit einer stark abgespeckten Mannschaft zu dieser freundschaftlichen Partie an. Viele Junioren, zusammen mit Rookies und einigen Startern der Kampfmannschaft kamen nach Simmering, die beiden US-Legionäre fehlten natürlich. Die Warlords hatten einen bekannten Amerikaner in ihren Reihen – Mike Dawodu (Vienna Vikings, Bergamo Lions) spielte im Dress der kriegerischen Favoritner.
Historischer Touchdown Der erste Drive des Spiels – die Hausherren (die Warlords sind auf der ‚Raveline‘ beheimatet) waren im Ballbesitz – führte auch sogleich zum ersten und damit historischen Touchdown in der noch jungen Vereinsageschichte. Robert Schonka heißt der Mann, der nach einigen first downs sechs Punkte aufs Scoreboard lief. Philipp Varga erzielte den Exprapunkt per Kick zum 7:0.
Die Invaders konterten postwendend über Edin Alice zum 7:7 (PAT Dominik Sandler). Doch die Gastgeber ließen gar nicht locker und ging erneut über Schonka mit 14:7 in Führung. Die behielten sie auch bis zum ersten Seitenwechsel inne, Dominik Sandler erzielte zwar den zweiten Touchdown für St. Pölten, vergab aber den Extrapunkt.
14:13 nach zwölf Spielminuten, eine kleine Sensation lag in der Luft.
Doch die sollte nicht kommen. Die Invaders überzuckerten die unorthodoxe Offense der Warlords ab dem zweiten Spielviertel. Die Wiener spielten zumeist ohne Quarterback mit direkten snaps und sorgten damit zumindest ein Quarter lang für Verwirrung bei der Defense der Niederösterreicher.
Danach unterliefen den Warlords aber viele Fehler, Versuche den Ball durch die Luft zu bewegen endeten vier Mal mit Interceptions, ein fünftes Turnover kam durch einen Fumble (Dawodu) zustande und die anfangs noch gut geschmierte Lauf-Offense wurde auch immer öfter gestoppt. So stand es zur Halbzeit nach Touchdowns von Daniel Gloimüller und Edin Alice bereits 34:14 aus Sicht der Gäste. 
Annehmen oder ablehnen?
Auch die Unerfahrenheit im Vergleich zu den Gästen spielte da eine Rolle. Ein bezeichnendes Beispiel: Bei einem punt (4th down & 4) der Warlords begingen die Invaders vor dem return ein Foul und damit wäre das an sich ein first down Warlords gewesen. Der Headreferee fragte nach, ob sie die Strafe annehmen oder ablehnen wollen – sie lehnten ab! Damit first down Invaders. Kurz danach hörte man die Schreie aus der Team Area: Annehmen! – doch da schien es bereits zu spät. Die Referees (und vermutlich auch der Gegner) hatten nach einigen Diskussionen aber ein Einsehen und ließen die Kriegerischen noch einmal zwischen ‚accept‘ und ‚decline‘ sich entscheiden. Sie wählten im zweiten Anlauf die für sie wesentlich günstigere Variante. In einem Ligaspiel hätten sie wohl Pech gehabt.  
Nach dem Pausentee wurden die 21 Spieler der Warlords auch sichtbar müder, kassierten weitere Sccores durch Alice so wie Aaron Wagner zum dann doch sehr deutlichen Endstand von 14:56.
Fazit
Die Wiener haben stark begonnen, dann ebenso stark nach gelassen. Der Ausgang der Partie spielt für die Erteilung einer Spielerlaubnis natürlich keine Rolle, außerdem hat das Team ein Viertel lang eine überraschend starke Leistung gezeigt und einen kompakten Gesamteindruck hinterlassen. Der Kader ist durchmischt – von ganz jungen Leuten (17) bis hin zu etwas reiferen Jahrgängen ist alles dabei.
Der Gameday-Kader (21 Mann) war allerdings sehr knapp bemessen, insgesamt stehen derzeit 28 Mann am Roster der Warlords, was für die dritte Leistungsklasse aber reichen sollte, denn hier liegt man im Schnitt der untersten Division.
Mit der Einmietung in der Ravelinstraße sind die Warlords (die wir künftig mit den schönen drei Buchstaben WAR abkürzen werden) viele Probleme los. Feldmarkierung und Equipment, Garderoben, Kantine, Spieluhr – alles ist bereits da. Sollte ihnen kein gröberer Fehler im Herbst unterlaufen, wird der AFBÖ wohl grünes Licht für einen Ligaeinstieg geben.

Am 3. Oktober empfangen die Warlords in Simmering die Styrian Bears, zwei Wochen danach (17. Oktober) gastieren sie bei den Amstetten Thunder.
Vienna Warlords vs. St. Pölten Generali Invaders 14:56
(14:13/0:21/0:7/0:15)
29. August 09 | 14:00
Ravelinstraße | Wien


Vimeo.
Warlords vs. Invaders 14


26. August 09 | 11:03
Warlords Sommerfest & Summerbowl
Der erste Gegner der Kriegsherren kommt aus St. Pölten. Um 14:00 findet der Kickoff statt, die Generali Invaders werden nach eigenen Angaben mit einer Mischung aus Junioren, Rookies und Teilen der Kampfmannschaft antreten.

Insgesamt müssen die Warlords drei Qualifikationsspiele absolvieren, die weiteren Gegner sind am 3. Oktober die Styrian Bears und zwei Wochen danach die Amstetten Thunder.

Beim Sommerfest wird einen Kicking- und Weitwurfcontest geben, ein Auftritt von Line Dancern wie beim letzten Sommerfest ist ebenfalls geplant.

Warlords Sommerfest & Summerbowl
29. August 09 | Ravelinstraße
Beginn Sommerfest: 13:00 | Kickoff: 14:00
Eintritt: freie Spende

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