"Wir müssen uns um den Nachwuchs kümmern, dann sehr lange um nichts mehr", so das Credo des 31-jährigen ehemaligen Graz Giants-Spielers Paul Edelsbrunner, seines Zeichens Vorstand der ASVÖ Gladiators, die alsbald ihren offiziellen Namen ändern werden. Ein neuer Hauptsponsor steht nicht nur vor der Türe, sondern betrat bereits das Wohnzimmer der Südburgenländer, die auch das "Süd" im Burgenland abstreifen werden. Neuer Name (Gladiators wird allerdings bleiben), neue Teamfarben (die des Hauptsponsors), neue Spielstätten für die Heimspiele (wahrscheinlich mehrere, verteilt auf das ganze Burgenland) – Pannonia, here we come!

Was die Meisterschaft der Division 2 (die Gladiators wurden wegen nicht erbrachter Nachwuchsarbeit abgestuft) betrifft, läßt Edelsbrunner allerdings keine Zweifel offen. "Der Division 2-Titel ist nach der verstärkten Nachwuchsarbeit und der CEFL Ziel Nummer drei der Gladiators für das Jahr 2008. Wir haben eine Monster-Saison 2007 gespielt, das Schiff geriet zwar in Turbulenzen, sank aber nicht. Vereinfacht gesagt: Alles was uns nicht umbringt, macht uns noch härter. Wir sind an unsere Grenzen gegangen und wissen nun wo diese liegen. Das war uns eine Lehre, bestätigt aber auch, dass mit der Klub mit der Herausforderung wächst", so der Präsident.

Titel ist Formsache
Den Gewinn der Challenge-Bowl (Division 2-Titel) sieht Edelsbrunner als gegeben an. "Wer soll uns den bitte ernsthaft streitig machen?" fragt er sich und die Antwort blieben ihm bisher alle Kontrahenten schuldig. Die Gladiators sehen sich in der momentanen Zusammensetzung (inkl. Spielgemeinschaft mit den Black Lions) selbst als Division 1-Top-Team an, die aber in einer Liga darunter spielen müssen. Daher seit der Titelgewinn nur Formsache. "Wir respektieren unsere Gegner voll und ganz, aber wir wissen auch wo wir stehen und wo sie stehen. Ich kann jetzt also nicht sagen, dass unser Ziel ein Platz unter den ersten vieren wäre. (lacht) Wir müssen diese Liga gewinnen. Wir werden zwar aus taktischen Gründen nicht immer mit dem A-Kader antreten, aber es muss auch so reichen, um diese Bowl zu holen."

Derzeit haben die Gladiators einen Kampfmannschaftskader (inkl. sechs Black Lions) von rund 35 Spielern und weitere 20 Junioren. "Es wird für uns wichtiger sein im Herbst die Juniors auf das Feld zu bekommen, als stetig alle Spieler der Kampfmannschaft dabei zu haben. Wir haben zwei der vier Nachwuchsspiele 2007 bestritten, wonach uns gesagt wurde, dass wir, im ersten Jahr in dem überhaupt mit dem Nachwuchs angetreten sind, die Arbeit nicht erbracht haben. Also nicht halb, sonder überhaupt nicht! Das ist zwar nicht meine Ansicht, aber das will ich ändern. Ich will, dass man uns am Ende des Jahres 2008 sagt, dass wir die Nachwuchsarbeit zur Gänze erbracht haben. Der Rest ist eigentlich zweitrangig."

Blick nach Europa
Den Wiederaufstieg läßt Edelsbrunner aber trotz Kampfansage offen. "Wenn wir die Klasse gewinnen, könnten wir ein Relegationsspiel mit dem letzten der Division 1 beantragen. Ob wir dieses dann im Falle auch spielen wollen, werden wir zum gegeben Zeitpunkt entscheiden. Villeicht täusche ich mich ja, und wir bekommen einen auf den Deckel!? Dann müssen wir uns die Frage ja gar nicht stellen. Momentan fühlen wir uns in der Division 2, der CEFL und den Junioren sehr wohl. Unser erstes Ziel ist es Nachwuchs aufzubauen – dann schauen wir weiter. Wir werden nicht aufsteigen, nur weil es grad möglich wäre. Unser Blick richtet sich nach unten, also Richtung Nachwuchs, und nach vorne, das ist Europa. Die Ligen in Österreich, wo auch immer wir grad spielen, nehmen wir zunächst mal als Möglichkeit zum Aufbau des Teams wahr."

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