Die Oakland Raiders (5-6) gingen am Sonntag gegen die Miami Dolphins (6-5) mit einem anderen Zugang zum Passspiel ran als die Wochen davor. Bruce Gradkowski, der mittlerweile vielleicht sogar out for season ist, spielte statt Jason Campbell – und sah nicht gut aus. Aber die wirklich erschreckende Nachricht in Anbetracht des Raiders Gameplans war, dass, obwohl die Raiders mindestens bis zum dritten Viertel noch absolut im Spiel waren, keine Art von Laufspiel zustandekam, trotz Darren McFadden. McFadden war 8 für 2, das Raiders Laufspiel insgesamt 12 für 16.
Auch andere Teams lernten die Konsequenzen eines unbalancierten Gameplans kennen. Die im Totalkollaps befindlichen Titans (5-6) haben Chris Johnson im Backfield und schickten ihn 7 mal für 5 Yards in den Lauf. Insgesamt belief sich das Laufspiel auf 12 für 24. Sogar Playoff-Kandidaten unterlief derselbe Fehler, als die Packers (7-4) – auch das ganze Spiel über nicht in absurden Rückständen verfangen – jenseits von Aaron Rodgers-Scrambles keinerlei Laufspiel zustandebrachten: Ihre Running Backs ergatterten 11 für 26. Raiders, Titans und Packers verloren alle drei ihre Spiele. Punkteverhältnis: 34-73.
Auch das Monday Night Football Debakel zwischen den Arizona Cardinals (3-8) und den San Francisco 49ers (4-7) wurde symbolisch im Laufspiel entschieden: Arizona fumbelte den ersten Snap, eine Ballübergabe von Derek Anderson, der später noch über das Spiel lachen und dann Reporter anschimpfen würde, auf Beanie Wells, und die 49ers erhielten den Ball, den sie daraufhin auch ohne Frank Gore, der verletzt raus musste und out for season ist, effektiv am Boden vorantrugen, dank der Depth bei RB. Brian Westbrook, schön dich mal wieder so zu sehen.
Die Chicago Bears (8-3) gewannen ein tolles Matchup mit den Philadelphia Eagles (7-4), weil Mike Martz langsam angefangen hat, seiner Offense eine Balance, mehr Konsistenz und Jay Cutler somit mehr Raum zum Atmen zu geben. Die Jets, die Texans, die Steelers und die Browns gewannen alle ihre Spiele auf dem Rücken von einem etablierten Laufspiel. So mancher spektakulärer Passversuch kostete hingegen diese Woche sein Team den Sieg.
Stevie Johnson, ein aufsteigendes Talent am ansonsten unansehnlichen Roster der Buffalo Bills (2-9), ließ einen sicheren Overtime TD gegen die Pittsburgh Steelers (8-3) fallen, der eine Richtungsentscheidung für ein desolates Franchise darstellen hätte können. Letzte Woche fragte er noch köstlicherweise „Why so serious?“. Nun, that’s why, Stevie. To finish out. Später gab er Gott die Schuld am Drop und versicherte uns, dass er nie darüber hinwegkommen werde. Zeit für ein wenig Reifungsprozess. Wenigstens war es seine Entscheidung sich den Medien bei der Pressekonferenz zu stellen, statt vor seinem Locker, was Hoffnung für die Zukunft gibt. Roy Williams – auch immer ein trotzgier Kindskopf – ließ einen möglichen Dallas-Sieg gegen die Saints (8-3) fallen, als er den Ball auf dem Weg zum vermutlich spielentscheidenden TD der Cowboys (3-8) fumbelte, was Drew Brees die Möglichkeit gab, Drew Brees zu sein.
Und der vielleicht wichtigste Innovator des professionellen Footballs der letzten Dekade, Bill Belichick, hat seine Patriots auf 9-2, während er Randy Moss (4-7 als Starter heuer) abgibt und auf eine ball control Offense umstellt, während andere Teams noch versuchen die Brees-Feuerwerke, die auf den früheren Brady-Feuerwerken aufbauten, nachzubilden. Zweiter der NFL mit 13 rushing TDs (und neben dem Passspiel auch erster bei Rushing DVOA) sind die 2010 Patriots, die derzeit laut DVOA sogar eine Offense-Effizienz in der Nähe der Jahrhundertvariante 2007 stellen, vielleicht der schönste Fingerzeig darauf, dass das Laufspiel langsam wieder in den Fokus genommen werden muss beim Etablieren einer langfristigen erfolgreichen Offense.

Random Thoughts

  • Jake Delhomme spielt furchtbar und besiegt die Carolina Panthers. Klingt wie 2009 in meinen Ohren.
  • Aqib Talib intercepted Bälle mit seinen Füßen, und legt sich mit Schiedsrichtern an. Hat die NFC South einen neuen Steve Smith gefunden?
  • Dass keine Suspension für Andre Jonson und Cortland Finnegan folgte, nachdem die beiden sich“>, hat ungefähr dieselbe Signalwirkung, wie die Tatsache, dass Gary Kubiak Johnson nach dem Spiel den Game Ball überreichte: Meh. Und $25.000 Dollar Strafe? Wie Steve Wyche schon richtig sagt: „Think about this: Former Saints wide receiver Joe Horn was fined $30,000 after stashing a phone under the padding of a goal post and using it as a prop for a TD celebration.”

  • Die Falcons (9-2) sind 4-0 seit der Bye gegen Teams mit einem record von 27-17, während Kollege Reiterer versucht, die Nummer der Bestechungskommission der NFL herauszufinden.
  • Spygate II fühlte sich wie viele Sequels an: Bei weitem nicht so explosiv wie der Vorgänger.
  • Die Chargers (6-5) sind wieder da. Philip Rivers ist 18-0 im Dezember. Should be fun.

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