Das Wiener Derby hielt, was es versprach: Tempo, Big Plays und emotionale Wendungen. Nach einem Traumstart der AFC Vienna Vikings übernahmen die Danube Dragons im SR Donaufeld das Kommando und feierten einen verdienten 35:14-Erfolg zum AFL-Saisonauftakt 2026.

Der 98-Yard-Schock zum Start

Wiener Derby Dragons vs. Vikings
Foto: Alexander Forst

Die Partie begann mit einem Paukenschlag, der die Vikings-Fans jubeln ließ. Die Dragons marschierten im ersten Drive unter Quarterback Walter Kuhlenkamp souverän über das Feld und standen bereits kurz vor der Endzone der Wikinger. Doch dann kippte das Momentum erstmals: Ein Ballverlust von Kuhlenkamp landete in den Händen von Luis Ecker, der das Leder über sensationelle 98 Yards zum Touchdown zurücktrug. Nach dem erfolgreichen Zusatzpunkt durch Felix Schuster stand es 7:0 für die Vikings – ein Start nach Maß.

Wiener Derby Dragons vs. Vikings
Foto: Gerhard Janoch

Die Dragons zeigten sich jedoch unbeeindruckt. Während die Vikings-Offense mit Strafen, Sacks und Abstimmungsproblemen kämpfte, fanden die Hausherren im zweiten Viertel ihren Rhythmus.

Pässe von Kuhlenkamp auf Moritz Dungler und Uzay Nafile brachten die Wende. Zur Halbzeit führten die Dragons bereits mit 14:7.

Turbulentes drittes Viertel entscheidet die Partie

Wiener Derby Dragons vs. Vikings
Die Vikings Offense hatte lange Probleme ins Spiel zu kommen.
Foto: Gerhard Janoch

Nach der Pause fanden die Vikings offensiv zunächst keine Antwort. Die Dragons nutzten die Gelegenheit sofort: Ein erneuter Pass auf Moritz Dungler sowie ein eigener Touchdown-Lauf von Kuhlenkamp stellten die Weichen auf Sieg. Ein Fumble beim Kickoff durch Raylens Boutin führte zu einem weiteren direkten Score der Dragons durch Samuel Imarhiage. Die anschließende Two-Point-Conversion stellte auf 35:7 – das Spiel war innerhalb weniger Minuten gekippt.

Lebenszeichen der Wikinger

Die Vikings gaben sich dennoch nicht auf. Gegen Ende des vierten Viertels gelang ein Drive, bei dem Quarterback Russell Minor-Shaw seinen Receiver Maximilian Moser in der Endzone fand (35:14). Defensiv sorgte Danny Kromer mit einer spektakulären Interception noch einmal für ein Highlight, doch die Dragons blieben abgeklärt.

Danube Dragons Head Coach Michael Hönig: „Wir haben schon viel sehr gut hinbekommen, aber auch viel nicht clean gemacht. Wir haben noch einiges zu tun, die ganze Saison ist ein Marathon und kein Sprint. Der Sieg gibt uns ein super Gefühl.“

Vienna Vikings Head Coach Benjamin Sobotka: „Es war so ein Spiel, in dem, wenn etwas schiefgeht, gefühlt gleich alles schief läuft. Da sind Dinge passiert, die einfach nicht charakteristisch dafür sind, wie wir als Footballteam sind. Aber jetzt ist wichtig, wie wir darauf reagieren. Es heißt wieder: get back on the horse and start riding.“


AFL WEEK 1

Danube Dragons vs. Vienna Vikings 35:14
(0:7/14:0/21:0/0:7)
Sa. 28.03. | 14:00 Uhr | SR Donaufeld, Wien

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