Die Wölfe waren mit einem 45 Mann Roster nicht nur zahlenmässig übermächtig, sondern hatten auch den Vorteil, nach der Halbzeit im Schatten unter der Tribüne stehen zu dürfen, während knapp 20 kaum ausgeschlafene Hohenemser fast bis zu letzt einen Platz an der Sonne hatten. Den Blue Devils II wurden zwar Wasser und Zelt bereitgestellt, doch die Hitze der Puszta war eindeutig der 13. Spieler der Wolves.
Der 12. Spieler war, wie schon langsam üblich in der Wolfshöhle, das Publikum, dass sich inzwischen samt Platzsprecher, DJ und Chaincrew wie echte American Football Fans zu benehmen weiss (letztens gegen die Cowboys erhielten die Wolves ein 15 yard penalty und verloren ein Time out wegen undisziplinierten Verhaltens der Chain Crew).
Den Blue Devils II muss man also anerkennen, dass sie nach einer fast 1000 Kilometer langen Zugreise mit 20 Mann in brütender Hitze gegen die immer routinierter werdenden Wölfe antraten und sich keinen yard nehmen liesen. Sie kämpften wie Helden und gegen Ende verständlich erschöpft, spielten sie sich immer noch die Seele aus dem Leib, um nicht punktlos nach Hause zu fahren. Um genau zu sein, nicht direkt nach Hause. Für einige Spieler wird ein "kleiner Zwischenstopp" in Klagenfurt fällig sein, um gegen die Falcons erneut die Pads überzuziehen.
Die Wölfe spielten ihr gewohntes Power Football und setzten immer neue, frische Spieler ein. Trotz einer wegen Verletzungen geschwächten Defense (D-Kapitän und LB Péter Csaba, starting DE Mihalovits Tamás und starting LB Kelemen Sándor sahen von der Sideline aus zu) setzte die Verteidigung der Wölfe die ersten Punkte an die Tafel, und zwar mit einem 43 yard fumble recovery return von Farkas Geza #50.
Die Blue Devils II kämpften sich im 2. Viertel in die Redzone der Wölfe, doch eine Interception wendete das Blatt und Wolves Fullback Cseperkáló Péter brach mit einem Lauf durch die Mitte das Offense-Eis und erzielte 12 Sekunden (!) vor Ende der ersten Halbzeit einen Touchdown durch einen 87 (!) yard Lauf durch die Mitte.
Die scheinbar unendliche Tiefe des Rosters versetzte den ermüdeten Blue Devils im letzten Viertel den Todesstoss und besiegelte die Niederlage des amtierenden Meisters.
Die Running Backs Varga István (#22) und Erdelyi Norbert (#45) liefen für zwei weitere Touchdwons in die Hohenemser Endzone und trugen somit zu einer stolzen Gesamtsumme von 274 rushing yards der Wolves bei.
Das Finale der Challenge Bowl lautet also: Tyrolian Raiders2 vs Budapest Wolves. Am Montag gibt der AFBÖ offiziell bekannt wo das Finale stattfindet. Die Wolves haben den Vorschlag gemacht das Finale weder in Budapest noch in Innsbruck auszutragen sondern auf neutralem Boden in Wien. Bei dieser Lösung gäbe es nach Meinung der Ungarn den Vorteil dass viele Zuschauer zu erwarten wären.
Scoring Summary:
1st 07:12 BW – Farkas 43 yd fumble recovery (Sviatko kick)
HBD 0 – BW 7

2nd 00:12 BW – Cseperkalo 87 yd run (Sviatko kick)
4 plays, 97 yards, TOP 1:55, HBD 0 – BW 14
4th 11:10 BW – Varga 8 yd run (Sviatko kick blockd)
6 plays, 50 yards, TOP 3:15, HBD 0 – BW 20
08:50 BW – Erdelyi 12 yd run (Sviatko kick)
2 plays, 33 yards, TOP 0:45, HBD 0 – BW 27

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