In einer spannenden Partie mit mehreren Führungswechsel, setzten sich die Wiener dank ihrer Defense am Ende mit 40:33 gegen Paris durch. Wie schon in den Spielen zuvor, ließen die Vikings Punkte auf Grund ihres schwachen Kicking Games liegen, was ihnen fast zum Verhängnis geworden wäre.

Das Spiel:

Die ersten beiden Drives brachten auf Seiten der Vikings ein 3 & Out und bei den Musketieren ein Turnover on downs. Im zweiten Drive der Vikings wurde ein riskanter Pass von Ben Holmes von Amir Kilani gepickt. Dafür gab es am Ende drei Punkte durch ein Fieldgoal von Mathys Dupont, die Vikings Defense hielt die Endzone sauber.

Dann steckten die Vikings den ersten wirklich langen Drive zusammen, der die restliche Zeit des ersten Viertels verbrauchte und Anfang des zweiten zum ersten Touchdown des Spiels führte: Der wieder genesene Karri Pajarinen machte das 7:3 aus Wiener Sicht. Der Finne zurück im Lineup, wie auch Yannick Mayr wieder ins Team zurückgekehrt ist.

Und die Vikings hatten gleich wieder den Ball in ihren Händen.

Nach einem Tackle von Lucky Ogbevoen verlor der Returner der Pariser den Ball und die Wiener schnappten sich das Ei. Am Ende stand ein Fieldgoal Versuch aus 45 Yards, der zu kurz geriet. Da bräuchte es halt einen Simon Spalenka aus der dritten österreichischen Liga, bei dem auch 50 Yarder ihr Ziel finden.

Paris zurück mit seiner Offense konnte den Ball gut bewegen, nahm dann ein Timeout bei 4th & 9 und spielte den Versuch aus. Jaylon Henderson auf Austin Mitchell, wo die Vikings war, ist sicher Gegenstand eines Simmeringer Videostudiums kommende Woche.

Die Gäste mit der Offense, waren wieder in der Lage viel Zeit von der Uhr zu nehmen und erzielten am Ende einen spektakulären Touchdown über Reece Horn zum 10:13.

Don’t kick it like a Viking

Der PAT Kick kam gar nicht zustande, weil schon der Hold nicht klappte. Das Vikings Kicking Game besteht aktuell aus Fehlern beim Snap, Hold und Kick, so wie einem amüsanten PR Stunt eines Ex-Kickers, der nach seiner Karriere weiter das Rampenlicht sucht. Es ist unterm Strich aber ein „Nicht Genügend“.

Mehr als genügend dafür die Vikings Defense, die Paris erneut stoppte. Und dann Ben Holmes, der nach Horn auch Noah Toure zum Touchdown und damit 10:19 bediente.

Es hätte 10:24 stehen können. Weil auch der Extrapunkt links vorbei ging. Es ist so lange lustig, bis man ein Spiel wegen des dysfunktionalen Kicking Games verliert.

Ein weiteres spektakuläres Play der ersten Halbzeit gelang am Ende noch Paris. Auch wenn es reiner Zufall und Glück war. Ein abgeschlagener Ball landet in den Händen von Austin Mitchell. Mit viel Glück gingen die Franzosen damit mit nur zwei Punkten Rückstand in die Kabine. Deren Kicker traf natürlich die PATs und Fieldgoals.

Die Franzosen kamen mit breiter Brust aus der Kabine, ein Reverse beim Kickoff Return brachte ihnen gute Feldposition. Von dort kamen sie mit ihrer Offense keinen Millimeter weit, dafür klappte der Punt umso besser, der die Vikings an der eigenen 5 starten ließ. Die erste Ballberührung von Yannick Mayr im Spiel sieht man hier:

Extrapunkt(e) gab es wieder keine(n), dieses Mal war aber nicht das Kicking Game schuld, denn man versuchte bei 17:25 eine Two-Point-Conversion.

Auch auf Pariser Seite sah man weiter Big Plays und wieder war Austin Mitchell dafür zuständig. Sein tiefer Catch wurde von den Vikings gechallenged, allerdings erfolglos. Die Musketeers klopften wieder an. Den Drive vollendete Runningback Nicolas Khandar zum 23:25. Mit einem Shovel-Pass auf Kevin Mwamba gelang auch die Two-Point-Conversion zum Ausgleich.

Die Vikings Offense lief dann nicht mehr so rund, das Big Play kam dieses Mal und auch das nächste Mal nicht, aber auch Paris machte einen Drive „Pause“. Als es gegen Ende des Drittels so aussah, als könnte Paris erstmalig die Führung zu übernehmen, passierte ihnen ein folgenschwerer Fehler. Ein Snap kam unerwartet für QB Henderson, die Vikings eroberten das Ei in der Pariser Redzone. Nach dem letzten Seitenwechsel lief Karri Pajarinen zum 25:32, Dennis Tasic traf beim PAT.

Das sah gut aus, bis der Vikings D Jaylon Henderson zum 31:32 entwischte und Austin Mitchell die erste Führung mit einer Two-Point-Conversion erlief – 33:32.

Bei der Führung blieb es vorerst auch, die Vikings Offense kam zu keinen weiteren Punkten, mit dem Druck der Pariser D-Line wusste man in der Phase nicht mehr umzugehen und Ben Holmes Bälle gingen ins Nirgendwo. Die Defense der Wiener hielt den nächsten Drive der Hausherren. Danach kam man über den Lauf. Und die Vikings holten über den Run die Führung zurück. Touchdown Florian Wegan, Two-Point-Conversion Reece Horn33:40.

Paris hatte noch 2 Minuten und kein Timeout mehr.

Die Vienna Vikings hatten Leo Gerner im Defensive Backfield und seine Interception. Damit war Game Over in Bondoufle, die Franzosen hatten ihre Timeouts zuvor verschossen und die Vikings entführen damit den Sieg nach Wien.

ELF WEEK 8

Paris Musketeers (5-3) vs. Vienna Vikings (7-1) 33:40
(3:0/14:19/8:6/8:15)
SO 13. Juli 2025 13:00 Uhr · Stade Robert Bobin Bondoufle

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