Am Endes des Muttertags setzten sich die Wiener auf der Hohen Warte aber mit 48:35 durch.
Die Silverhawks starteten mit ihrer Offense überfallsartig. Zwei lange Pässe von Quarterback Anthony Gardner auf seine Lieblingsanspielstation Matic Tomse und nach zwei Minuten stand es 0:7 (PAT Luca Zigliani good). Die Antwort der Vikings folgte postwendend. Einen ebenso kurzen Drive schloss Quarterback Kevin Burke mit einem Touchdown-Pass auf Bernhard Raimann zum 7:7 ab (PAT Maurice Wappl). In der harten Dur-Tonart ging es weiter. Im zweiten Drive der Slowenen wurden auch Receiver Eugen Sumic und Runningback Darion Hall aktiv, Matic Ziebelnik schloss den Drive zum 7:13 ab, Zigliani setzte den Extrakick neben die Uprights. Noch vor dem ersten Seitenwechsel fielen schon die nächsten Punkte. Burke brachte die Wikinger mit einem Pass auf Maurice Wappl, der auch den Extrapunkt verwandelte, zum ersten Mal in Führung – 14:13 stand es am Ende des ersten Quarters. Vier Drives wurden mit vier Touchdowns abgeschlossen.
Vikings Fumble mit Folgen
Auch zu Beginn des zweiten Viertels sah man von einem defensiven Konzept gegen die dominante Silverhawks Offense wenig. Im Gegenteil – Ljubljana ging beinahe mühelos erneut in Führung. Matic Ziebelnik nützte eines der vielen Löcher der Vikings Defense zu einem 20-Yards Rushing Touchdown, Gardner bediente Hall für eine Two-Point-Conversion zum zwischenzeitlichen 14:21. Als die Vikings ihren nächsten Offense Drive mühelos in die Nähe der slowenischen Goalline brachte, schien es, als ginge das Spielchen "TD hin – TD her" – stetig munter so weiter. Der Schein trügte. Vikings Runningback Anthony Stevenson verlor den Ball an der gegnerischen 1 an Vito Kovac – das erste Turnover der Partie. Es sollte ein Fumble mit Folgen sein, denn obwohl es für die Gäste 99 Yards in die Endzone waren und sie einen vierten Versuch ausspielen mussten, wurde der Drive erfolgreich abgeschlossen. Gardners 15 Yarder auf Eugen Sumic stellte den Halbzeitstand von 14:28 her. Die Vikings und ihre Fans waren einigermaßen erstaunt über den Auftritt der Slowneen, allerdings auch über die Abwesenheit der eigenen Defense. Das galt es in Hälfte zwei zu suchen.
Ausgleich im Expressverfahren
Den ersten Schritt zur Besserung machte die Vikings Offense, die über Alexander Hertel den Rückstand gleich nach Widerbeginn auf 21:28 reduzieren konnte. Den zweiten machte Neuzugang Bo Diesel, der eigentlich Charles Dieuseul heisst, der Rok Sedej einen Ball aus der Hand schlug – der nächste Fumble mit Folgen. Schon kurz danach fand Burke Marko Gagic in der Silverhawks Endzone zum 28:28 Ausgleich. Es waren noch drei Minuten in der zweiten Halbzeit absolviert und die Defense der Wikinger erwachte.
Der nächste Drive der Silverhawks versandete an der Vikings 40 mit einem Turnover on Downs. Es war ein tiefer Pass von Kevin Burke erneut auf Raimann, der den Hausherren dreieinhalb Minuten vor Ende des dritten Viertels zum zweiten Mal die Führung in diesem Spiel bescherte. Nach dem PAT stand es 35:28.
Im letzten Viertel erhöhte Marko gagic nach einer Interception von Stefan Amstler auf 41:28 von Marko Gagic (PAT Wappl no good). Die Partie schein im Trockenen, als Antohny Garnder Matic Tomse über 73 Yards zum 41:35 bediente (PAT Zigliani good). Schlussendlich konnten die Vikings aber den darufu folgenden Onside-Kick der Slowenen erobern und mit einem Touchdown durch Charles Dieuseul ein punkterreiches und verrücktes Muttertagsspiel mit 48:35 für sich entscheiden.
Bemerkenswert die beiden Quarterback Statistiken in diesemm Spiel. Gardner brachte 29 Pässe für 422 Yards und drei Touchdowns an, Burke erzelte bei 16 Completions 291 Yards und vier Touchdowns in der heuer sehr passfreudigen AFL. Beide Spielmacher wiesen damit ein Passer Rating über 120 auf.
Ljubljana Silverhawks Head Coach Rok Stamcar kommentiert die Leistung seiner Mannschaft: "Wir sind sehr motiviert nach Wien gereist. Es ist ein unglaubliches Gefühl, vor diesem Publikum zu spielen. Wir haben hart gekämpft – die Vikings sind ein extrem starkes Team. Wir haben gesehen, dass wir mithalten können, aber am Ende mussten wir einsehen, dass wir noch nicht auf dem gleichen Level sind. Wir hoffen uns, in den Playoffs noch einmal in einem Spiel gegen die Dacia Vikings auf der Hohen Warte wiederzusehen."
"Das Wichtige ist, dass wir im Endeffekt gewonnen haben.", resümiert Dacia Vikings Head Coach Chris Calaycay. "Wir hatten eine enorm starke zweite Halbzeit, wo wir spielentscheidende Turnovers für uns erzielen und daraus Punkte generieren konnten. Defensiv hatten wir Schwachstellen, wir hatten uns vorgenommen, die Nummer 84, Tomse Matic, zu stoppen, was uns viel zu wenig gelungen ist. Hats-offs an die Silverhawks – sie haben uns gefordert und ein tolles Spiel geboten. Die Silverhawks verfügen über ein starkes Offensive-Team mit einem gefährlichen Quarterback und einem starken Receiving Corps. Ich denke, wir werden dieses Team heuer in den Playoffs sehen.", so Calaycay abschließend.
AFL
Dacia Vikings Vienna vs. Ljubljana Silverhawks 48:35

(14:13/0:15/21:0/13:7)
Statistiken
SO 14. Mai 2017 15:00 Uhr, Hohe Warte Wien

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