Wie erwartet stellten die Steelsharks Traun erneut keine unüberwindbare Hürde für die Tiroler dar, die in Oberösterreich nach Belieben scorten, aber auch Schwächen in ihrer Defense offenbarten. 110 Punkte gab es in dem Spiel, damit würde man sogar beim Eurovision Song Contest im Vorderfeld liegen.

Die Tiroler schlossen in der ersten drei Vierteln einen jeden ihrer Drives mit einem Touchdown ab. Den ersten Touchdown durch Alexander Nitzlnader konnten die Hausherren durch einen Touchdown-Pass von John Uribe auf Mario Winter noch parieren (7:7), danach spielten aber vorerst nur mehr die Gäste aus Tirol.

Nach dem Kickoff-Return Touchdown durch Sandro Platzgummerr, war es eben dieser noch zwei weitere Male mit einem Catch und einem Laif und ein Mal Patrick Donahue mit einer Touchdown-Reception, die auf 7:35 erhöhten.

Danach fingen sich die Tiroler ein Big Play ein – John Uribe traf über 75 Yards Michael Schachenmayer zum 13:35. Postwendend fing Donahue den zweiten Touchdown-Pass von Sean Shelton auf ihn, der dritte Score folgte nach dem dritten Touchdown der Steelsharks – ein Pass von Uribe auf Andreas Ronacher – zum Pausenstand von 20:49. Donahue hatte nach zwei Quarter 138 Receiving Yards und eben drei Touchdowns am Konto.

Die Raiders eröffneten Halbzeit zwei mit dem zweiten Kickoff Return-Touchdown von Sandro Platzgummer in dem Spiel, an dessen Charakter sich wenig ändern sollte. Weiterhin wirkte die Raiders Defense unkonzentriert und kassierte folgerichtig die nächsten Punkte durch die Oberösterreicher, die zumindest mit ihrer Offense versuchten, was ihrer Defense nie gelang, nämlich Gegenwehr zu leisten. Kenzo Mandl verkürzte auf 27:56. Es dauerte nur Sekunden bevor Sandro Platzgummer auf 27:63 erhöhte. Der Kommentator des Spiels wusste zu dem Zeitpunkt nicht mehr, wie viele Touchdowns Platzgummer erzielt hatte, denn – so die zumindest originell Ausrede – er habe zu wenig Papier dafür mitgenommen. Es war sein Fünfter, sein dritter mit der Offense.

Mit dem Zählen musste man dann auch langsam auf Seite der Steelsharks aufpassen. Shuan Fatah wird die Defense der seinen wohl einiges an Kopfzerbrechen bereiten, als sie den fünften Touchdown in den Spiel kassierten. Der Quarterback selbst, John Uribe, besorgte das 34:62. Hätte die Trauner nur jeden dritte Drive der Tiroler stoppen können, das Spiel wäre komplett offen. Doch es blieben beim Konjunktiv. Traun konnte nichts und niemanden aus Tirol an dem Tag aufhalten. Mit Filip Vlajic schrieb sich ein neuer Mann in Die Scorer Liste ein. Als die Seiten das letzte Mal gewechselt wurden waren 104 Punkte am Scoreboard. Die Raiders erzielten in zehn Drives zehn Touchdowns.

Im vierten Viertel passierte es dann aber: Der erste Punt der Raiders Tirol, der erste Drive ihrer Offense, der nicht mit Punkten abgeschlossen werden konnte. Das gab den Steelsharks die Möglichkeit weiter die Lücken der Tiroler Defense zu attackieren – mit Erfolg: Michael Schachenmayer erzielte den Endstand von 40:70 (PAT blocked).

Steelsharks-Headcoach Keith Sealund„Ich bin heute wirklich zufrieden und stolz auf meine Mannschaft. Mir war schon bewusst, dass wir in den letzten Wochen stetig zulegen, aber mit 40 Punkten gegen die Raiders hätte ich nicht gerechnet.“

Raiders-Headcoach Shuan Fatah„Die Steelsharks haben im Angriff wirklich sehr gut gespielt und wir haben eine Weile gegen ihre explosiven Plays einfach kein Mittel gefunden. Deren Offense war wirklich vorbereitet. Ich glaube, wir haben heute nicht viel für Defense-Puristen gesehen. Die Offense-Maschinerie lief auf beiden Seiten gut, die Defense war praktisch nicht anwesend. Und so kommt dann auch so ein Basketball-Ergebnis zu Stande. Meine Jungs in der Defense haben nun vorm Spiel gegen die Vikings einiges zu knabbern.“

AFL
Steelsharks Traun vs. Raiders Tirol 40:70

(7:21/13:28/14:21/6:0)
SA 5. Mai 2018 17:00 Uhr, Sportzentrum Traun

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