Der nächste Schritt auf dem Weg zur achten europäischen Goldmedaille ist geschafft. Österreichs U19-Nationalteam setzte sich am Sonntag im Footballzentrum Ravelin in Wien deutlich mit 41:6 gegen Tschechien durch und sicherte sich damit den Einzug in die Medaillenrunde der IFAF U19-Europameisterschaft 2026/27.

Das Team von Head Coach Florian Grein hatte bereits im April Spanien auswärts mit 17:7 bezwungen und beendet seine Gruppe damit ohne Niederlage. Gleichzeitig setzt Österreich eine außergewöhnliche Serie fort: Auf europäischer Ebene ist das U19-Nationalteam seit 2011 ungeschlagen.

Österreich übernimmt früh die Kontrolle

Team Austria startete stark in die Partie. Wide Receiver Maximilian Fellner erzielte den ersten Touchdown, Kicker Leo Wurzinger verwandelte den Extrapunkt zum 7:0. Eine Interception von Jakob Walch brachte Österreich anschließend erneut in Ballbesitz, weitere Punkte gelangen im ersten Viertel allerdings nicht.

Im zweiten Abschnitt baute Österreich die Führung aus. Quarterback Julian Hennerbichler lief selbst zum Touchdown, ehe Running Back Dean Opara mit einem weiteren Rushing Touchdown nachlegte.

Auch Tschechien kam vor der Pause auf das Scoreboard. Quarterback Ondrej Vit fand Wide Receiver Denis Kadrle mit einem langen Pass zum Touchdown. Der Extrapunkt misslang.

Praktisch mit Ablauf der ersten Hälfte verwandelte Wurzinger noch ein Field Goal. Mit einer 24:6-Führung ging Österreich in die Kabine.

Opara und Kowar machen alles klar

Nach der Pause knüpfte Österreich an die Leistung der ersten Hälfte an. Opara erzielte mit einem sehenswerten Lauf seinen zweiten Touchdown des Tages, Wurzinger erhöhte per Extrapunkt.

Noch im dritten Viertel fand Hennerbichler Lukas Kowar zum nächsten österreichischen Touchdown. Die Defense ließ gleichzeitig keine weiteren Punkte der Tschechen mehr zu.

Im Schlussviertel kontrollierte Team Austria die Begegnung. Ein weiteres Field Goal von Wurzinger sorgte schließlich für den 41:6-Endstand.

Grein: „Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden“

Head Coach Florian Grein konnte die Begegnung auch nutzen, um unterschiedliche Spielsituationen zu testen und jüngeren Spielern Einsatzzeit zu geben.

„Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit unserem Spiel! Am Anfang hatten wir ein paar unnötige Flags, die uns unter anderem einen Pick Six gekostet haben. Wir haben alle Szenarien durchspielen können, unter anderem auch noch am Ende einen Two-Minute-Drill probiert, um auch unseren Kicker in eine Druck-Situation zu bringen.“

Gerade mit Blick auf die Medaillenrunde 2027 war für Grein auch die Einsatzzeit der jüngeren Jahrgänge wichtig.

„Es ist sehr gut, dass wir viele junge Athleten einsetzen konnten, das ist vor allem im Hinblick auf nächstes Jahr sehr wichtig! An dieser Stelle auch ein großes Danke an alle Spieler des Jahrgangs 2007, die heute ihr letztes Spiel im U19-Nationalteam absolviert haben!“

Deutschland schießt Finnland mit 93:0 ab

Im Halbfinale wartet nun ein Gegner, der unmittelbar vor dem österreichischen Gruppensieg ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt hat. Deutschland besiegte Finnland mit 93:0 und sicherte sich damit ebenfalls den Gruppensieg und den Einzug in die Medaillenrunde.

Bereits zur Halbzeit führte die deutsche Auswahl mit 51:0. Am Ende standen 13 Touchdowns zu Buche. Deutschland hatte schon sein erstes Gruppenspiel deutlich gewonnen und Ungarn mit 79:7 besiegt.

Österreich bekommt es im Frühjahr 2027 damit mit einem Gegner zu tun, der in seinen beiden bisherigen EM-Spielen insgesamt 172 Punkte erzielt hat.

Prestigeduell erstmals seit 2015

Damit kommt es erstmals seit dem U19-EM-Finale 2015 wieder zu einem Pflichtspiel zwischen Österreich und Deutschland. Damals setzte sich Österreich mit 30:22 durch.

Auf deutscher Seite stand seinerzeit ein Spieler, der später zu einem der bekanntesten europäischen NFL-Profis werden sollte: Amon-Ra St. Brown.

Für Österreich geht es 2027 nicht nur um den Finaleinzug. Der Titelverteidiger ist seit 2011 auf europäischer Ebene ungeschlagen und hat mittlerweile sieben Europameistertitel in Folge gewonnen. Der Traum von Titel Nummer acht lebt damit weiter.

Vor Deutschland wartet noch die NFL Academy

Bevor Österreich und Deutschland im Frühjahr aufeinandertreffen, steht für die Mannschaft von Florian Grein noch ein besonderes Spiel auf dem Programm.

Am 14. November 2026 empfängt das österreichische U19-Nationalteam in Innsbruck die NFL Academy aus London.

Österreichs 45-Mann-Kader gegen Tschechien

Gegen Tschechien standen 45 Spieler aus acht österreichischen Vereinen im Aufgebot. Das größte Kontingent stellten die Vienna Vikings mit 13 Spielern, gefolgt von den Raiders Tirol mit zwölf und den Graz Giants mit neun Spielern.

Die Vorschau auf das Spiel gegen Tschechien mit allen Informationen zur Ausgangslage und zum österreichischen Kader:

U19-EM: Österreich will gegen Tschechien ins Halbfinale

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