Colts Besitzer Jim Irsay kündigte es einige Stunden zuvor Via Twitter bereits an: Ein Monster Trade steht an. Und er hielt Wort. Das sah niemand kommen.
Trent Richardson galt eigentlich als das Herzstück der Browns Offense, nun aber erklärten Head Coach Rob Chudzinski, so wie die neue Führung in Cleveland unter General Manager Michael Lombardi und Organisationsboss Joe Banner, unisono, ihr Nummer 3 Overall Draftpick des Jahres 2012 würde nicht mehr zu ihren Plänen passen.
Welche das sind, das liegt insofern auf der Hand, da Cleveland von Indianapolis im Gegenzug ihren Erstrunden Draftpick im kommenden Jahr erhielt. Die Browns „laden“ also ihre Picks für den kommenden Draft auf und wollen 2014 dann so richtig zuschlagen. Allerdings hatte das Team in den vergangenen Jahren nicht selten gute Karten dabei, diese aber stets verspielt. Mit einer Ausnahme – eben Richardson.
Der hatte in seinem ersten Jahr (1317 Total Yards, 12 TDs) jedoch auch mit Verletzungen zu kämpfen und wurde auch heuer bislang nicht so intensiv eingesetzt, wie man das vielleicht erwarten durfte. In den ersten beiden Spielen lief er gesamt 31 Mal für 105 Yards, fing sieben Bälle für weitere 51 Yards bei noch keinem Score. Die Browns unterlagen sowohl Miami zum Auftakt als auch Baltimore am vergangenen Sonntag. Als Ersatz für Richardson wird auch mit Willis McGahee in Cleveland spekuliert, sollte der die körperlichen Tests bestehen. Vorerst starten wird vermutlich der bisherige Backup Bobby Rainey, der bislang allerdings noch keinen einzigen Carry in den Beinen hat.
Weeden, Cleveland unter Schock
Dementsprechend auch die Reaktionen in Cleveland. Quarterback Brandon Weeden sprach wohl auch vielen Fans mit den folgenden Worten aus der Seele: „Ich bin geschockt, mehr kann ich dazu nicht sagen.“
Für Indianapolis ist Richardson natürlich eine willkommene, wenn auch nicht für alle die offensichtlich benötigte Verstärkung, nach den verletzungsbedingten Saisonausfällen von Runningback Vick Ballard und Tight End Dwayne Allen. Zusammen mit dem ebenfalls heuer dazu gestoßenen Ex-Giants Back Ahmad Bradshaw, soll Richardson nun das Laufspiel der Colts in Gang bringen, welches mit 260 Rushing Yards nach zwei Spielen allerdings so schlecht gar nicht war. So muss zumindest die Intention hinter des Trades des als ausgefuchst geltenden Colts Managers Ryan Grigson lauten: Quarterback Andrew Luck, der bisher 10 Mal für 76 Yards lief, als Rusher noch mehr aus der Schusslinie zu nehmen. Die Colts stehen bei 1-1 und gastieren Sonntagabend bei den San Francisco 49ers.

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