Ausschlaggebend war die Stuttgarter Defense, die in der zweiten Halbzeit keine Punkte der Wiener zuließen, die zur Pause noch mit 17:14 führten. Mann des Spiels war Stuttgarts Wide Receiver Louis Geyer, der 132 Receiving Yards verzeichnete und alle drei Touchdowns für sein Team fing.

Für ein Highlight sorgten auch Die Fantastische Vier mit einer stimmigen Halftime Show.

Das Spiel:

Die Vikings starteten nach einem Return von Yannick Mayr und einem Personal Foul gegen Stuttgart an deren 31. Von Beginn an war klar, dass es sich um ein reines Heimspiel für die Surge handelt, jede Aktion der Gäste wurde von Buhrufen und Pfeifkonzerten begleitet. Eine feindliche Umgebung, die für einige sicher auch neuartig war.

Zwei QB Sacks an Ben Holmes brachten ein 4th & 10 woraus dank Reece Horn und Holmes ein First & Goal wurde. Ein Double Pass Trickplay auf Florian Bierbaumer ging nicht auf, der Pass danach auf Horn aber schon – 7:0 Wien (PAT Dennis Tasic).

Die Surge Offense hatte zum Start erhebliche Probleme mit der aggressiven Vikings Defense. Nachdem Florian Sudi bei deren QB Reilly Hennessey einschlug, musste die Punt Unit aufs Feld. Auch Wien musste ein 3 & Out hinnehmen, auch Stuttgarts Defense war jetzt hellwach. Noch wacher jene der Vikings: Nikolaus Huszar erledigte mit einem Pick das erste Turnover des Finales.

Der Druck der Surge Defense blieb konstant hoch, Ben Holmes musste weitere Sacks einstecken. Ein Face Mask an ihm brachte ein First Down, man sah sich dann aber erneut einem langen 4th Down gegenüber. Dennis Tasic verwandelte ein 45 Yards Fieldgoal zum 10:0.

Eine Pass Interference von Nikolaus Huszar brachte Stuttgart erstmalig in die Hälfte des Gegner und Louis Geyer fing den Pass von Hennessey zum 10:7 (PAT Timo Bronn).

Die Seiten wurden zum ersten Mal gewechselt.

Das startete mit einem erneuten Sack an Holmes, gefolgt von einem Big Play von Reece Horn, der ein langes 3rd Down verwertete. Noah Toure, nach Verletzung zurück, wurde langsam wieder ein Faktor in der Offensive der Wiener, die den Ball nun wieder gut bewegen konnte. Karri Pajarinen lief zum 17:7 (PAT Dennis Tasic).

Die Antwort der Stuttgarter, sie kam zunächst nicht. Die zweite Interception an Hennessey erledigte Amani Dennis und brachte Wien wieder an den Ball. Reece Horn mit dem ersten First Down dieses Drives, was sich erneut mit einem Quarterback Sack an Holmes abwechselte. Ein Spiel auf einem schmalen Grat, auf dem Wien balancieren musste, zwischen ihrem QB am Boden oder stehend mit einem langen Pass. Am Ende des Drives stand dieses Mal aber ein Punt.

Stuttgart hatte damit die Gelegenheit vor der Pause zu verkürzen und nach ihr den Ball zu bekommen. Die Surge gingen übers Feld, ihr erster „richtiger“ Drive der Länge nach und schlossen ihn erneut über Louis Geyer zum 17:14 ab (PAT Timo Bronn). Das wars auch mit der ersten Halbzeit.

Das Highlight in der Halbzeit: Die Show der Fantastischen Vier.

Die zweite Halbzeit

Stuttgart mit der Möglichkeit die erste Führung im Spiel sich zu erarbeiten. Ein Big Play von Hennessy auf Kai Hunter brachte sie in die Redzone. Ein 4th & 1 wurde mit einem Tush-Push ausgespielt. Beim nächste 4th Down kam das Kicking Team aus Feld. Timo Bronn machte das Fieldgoal zum 17:17.

Die Vikings starteten ihren ersten Offense Drive in Hälfte zwei nach einem starken Return von Mayr an ihrer 40. Aber ein weiterer Sack an Holmes beendete den Drive. Stuttgart erlangte langsam die Kontrolle über das Geschehen. Ein Punt von Benjamin Straight an die Stuttgart 9 war zumindest ein kleines Trostpflaster, denn auch sie mussten punten und Wien hatte den Ball wieder in guter Feldposition.

Den Catch des Tages machte dann Florian Bierbaumer zum First Down der Vikings on der Redzone. Ein 4th & 1 wurde von Holmes zum 1st & Goal verwandelt. Dann führte aber ein wilder Wurf von Holmes zum Turnover noch bevor man über 3 oder 7 Punkte reden konnte. Mitchell Fettig mit dem Pick in der Endzone – Touchback und letzter Seitenwechsel.

Das vierte Quarter

Die zweite Einladung an Stuttgart die erste Führung zu holen. Und wieder war es Louis Geyer der den Vikings Probleme machte und den Catch zum 1st & Goal machte. Aber wie auf der Gegenseite Ben Holmes war auch dann Reilly Hennessey Opfer seiner Nerven. Der Pick von Divine Buckrham vereitelte die Führung der Surge und brachte die Vikings ins Ballrecht. Deren Offense verlor aber Raum und nach einem Delay of Game gegen die Vikings kam der Punt vom Ende der eigenen Endzone. Stuttgart hatte den Ball wieder und ein drittes Mal ließen sie sich nicht bitten: Louis Geyer machte den Touchdown zum 17:24 (PAT Timo Bronn).

Nach einem weiteren starken Return von Mayr ging es für die Vikings midfield los. Der dann siebenten Quarterback Sack an Holmes machte die Aufgabe für Wien noch schwieriger. Bei 4th & 18 ging der Ball in die Endzone auf Bierbaumer – incomplete. Das Warten auf eine Flag wegen einer DPI war auch vergebens.

Bei 4th & 1 liefen die Vikings in ein Offside und damit war die Sache auch schon fast entschieden. Die Wiener bekamen nochmal den Ball, ein letzter Versuch mit laterals scheiterte und Stuttgart war zum ersten Mal europäischer Champion.

Stimmen zum Spiel:

„Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft und jeden Einzelnen, der sein Herzblut für diese Franchise gibt. Wir haben extrem hart gearbeitet, um für diesen Moment bereit zu seit. Und wir waren zum richtigen Zeitpunkt voll da. Respekt auch an die Vienna Vikings für eine großartige Saison. Aber ich denke, die Trophäe geht in diesem Jahr zurecht nach Stuttgart.“, sagte Surge Head Coach Jordan Neuman nach dem packenden Duell mit den Wienern, die wie auch im Vorjahr gegen Rhein Fire eine Final-Niederlage einstecken mussten.

Vikings Safety Benjamin Straight: „Wir haben alles am Feld gelassen, wir hatten das Gefühl in der ersten Halbzeit das Spiel zu konzentrieren. Sie sind ein großartiges Team und haben verdient gewonnen. Wir hätten besser spielen müssen, auch meine Defense. Man gewinnt zusammen und verliert zusammen.“

ELF Championship Game

Vienna Vikings vs. Stuttgart Surge 17:24
(10:7/7:7/0:3/0:7)
SO 7. September 2025 15:00 Uhr · MHP Arena Stuttgart

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