Die Surge setzten sich in einem hart umkämpften Semifinale bei den Munich Ravens am Ende verdient mit 27:13 durch und treffen in einer Woche in der Stuttgarter MHP Arena auf die Vienna Vikings. Die Wiener zogen bereits am Samstag nach einem 28:20-Erfolg über Kopenhagen ins Endspiel ein. Für die Wikinger ist es bereits das dritte Finale nach 2022 und 2024. Stuttgart steht zum zweiten Mal nach 2023 in einem Endspiel, im Vorjahr sind die Surge im Semifinale gegen den späteren Meister Rhein Fire in der Overtime ausgeschieden.

Wiener Wiedersehen

Mit den Surge kommt ein alter und guter Bekannter als Finalgegner auf die Wiener zu. Stuttgarts Head Coach Jordan Neuman war von der Saison 2011 bis zur Saison 2013 Offense Coordinator der Vikings unter Chris Calaycay. Bis heute genießt der 42-Jährige höchstes Ansehen in der Bundeshauptstadt. Kein Zufall, waren seine drei Saisonen als OC höchst erfolgreich. Mit ihnen holte er in drei Jahren zwei österreichische Meisterschaften sowie eine Perfect Season und den Sieg in der Euro Bowl 2013.

Das Spiel:

Stuttgart ging im ersten Viertel mit einem Run ihres Quarterbacks Reilly Hennessey in Führung.

Auf der Gegenseite fiel der Ausgleich ebenfalls mit einem designed Quarterback Run von Russell Tabor zum 7:7 vor dem ersten Seitenwechsel.

Kurz vor der vermeintlichen erneuten Führung der Surge landete der Pass von Hennessey von der Münchner 3 in den Händen von Ravens Verteidiger Cole Coleman. Stuttgart blieb aber vorerst tonangebend, bis Reilly Hennessey nach einer Rückenverletzung von Lars Heidrich ersetzt werden musste. Bei 4th & 4 kehrte der US-Amerikaner zurück und passte zum First Down. Sein Pass auf Michael Harley Jr. markierte den Halbzeitstand von 14:7 aus Stuttgarter Sicht.

Nach der Pause ging es in der Tonart weiter. Stuttgart stoppte den ersten Drive Bayern und der Ex-Raven Tomiwa Oyewo erhöhte um sechs Punkte, der PAT wurde geblockt – 7:20.

München kam noch mal zurück, Russell Tabor erledigte das 13:20, auch hier wurde der PAT geblockt. Die Entscheidung sollte im letzten Quarter fallen.

Eine Interception von Ben Wenzler an Ravens Spielmacher Tabor leitete diese dann auch ein. Ein tiefer Pass auf Michael Harley Jr. von Reilly Hennessey, der danach zum 13:27 sneakte, das Ganze acht Minuten vor Schluss.

München packte nochmal alles aus, Tabor verwertete ein 4th Down selbst mit einem Lauf, scheiterte aber an der Conversion des nächsten 4th Downs. Stuttgart war einfach um den Tick stärker.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die dem Druck standgehalten hat. Wir haben extrem hart gearbeitet und sind dafür belohnt worden. Natürlich ist es etwas Besonderes und Einmaliges, in unserer Stadt das Finale bestreiten zu dürfen. Die Vikings sind ein harter Gegner, aber wir werden alles tun, um auch den letzten Schritt zu gehen.“, sagte Surge Head Coach Neuman nach der Partie.

ELF Playoff

#2 Munich Ravens vs. #3 Stuttgart Surge 13:27
(7:7/0:7/6:6/0:7)
SO 31. August 2025 15:00 Uhr · Sportpark Unterhaching

Samstag:

#1 Vienna Vikings vs. #4 Nordic Storm 28:20
(6:7/8:7/14:6/0:0)
SA 30. August 2025 15:00 Uhr · Stadion Hohe Warte Wien

ELF Championship Game

Vienna Vikings vs. Stuttgart Surge
SO 7. September 2025 15:00 Uhr · MHP Arena Stuttgart
Live auf PULS 24 & JOYN

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