Es sind harte Zeiten für die Kadertiefe in der Division 3. Nachdem bereits in den höheren Ligen der Spielplan durch Rückzüge (wie jener der Danube Dragons 2) arg zerfleddert wurde, erwischt es nun die Steirer. Die Spielgemeinschaft aus dem Murtal und den Hurricanes ist für das Auswärtsspiel am 20. Juni in Goldwörth nicht mehr spielfähig.
Am absoluten Limit: Nur noch 20 Mann im Lineup
Dass die Absage nicht ganz überraschend kommt, zeigt ein Blick auf das jüngste Antreten der Spielgemeinschaft bei den BlackValley Wild. Dort hatten die Steirer gerade einmal noch 20 Spieler umgezogen auf dem offiziellen Lineup-Bogen stehen. Da das Regulativ des AFBÖ beim vorgeschriebenen Face-Check eine absolute Mindestanzahl von 16 spielfähigen Akteuren verlangt, bewegte man sich in der Steiermark bereits auf einem hauchdünnen sportlichen Grat. Ein paar verletzungs-, urlaubs- oder berufsbedingte Ausfälle reichten nun aus, um die Reise nach Oberösterreich unmöglich zu machen.
Besonders bitter: Die Steirer müssen im Juni ein intensives Reiseprogramm bewältigen. Das eine Woche vorher angesetzte Auswärtsspiel am 13. Juni gegen die Carnuntum Legionaries findet laut aktuellem Stand statt. Während man für die kürzere Reise nach Niederösterreich offensichtlich noch die allerletzten Kräfte mobilisieren kann, ist die lange Auswärtsfahrt nach Goldwörth am darauffolgenden Wochenende personell nicht mehr zu stemmen. Man zog daher frühzeitig die Reißleine.
Erklärung an die Fans steht noch aus
Von Seiten der beiden beteiligten Klubs, den Murtal Bulls und den Styrian Hurricanes, gibt es zum aktuellen Zeitpunkt weder auf den Vereins-Webseiten noch auf den Social-Media-Kanälen eine offizielle Stellungnahme, Erklärung oder Entschuldigung in Richtung der Raccoons und ihrer Fans, die nun auf einem ihrer vier Heimspiel-Termine im Grunddurchgang sitzen bleiben. Die Waschbären werden aber ein Heimspiel im Playoff hosten.
Für die Goldwörth Raccoons bedeutet die Strafverifizierung am Grünen Tisch einen kampflosen 35:0-Erfolg, der sie im ohnehin engen Playoff-Rennen der Division 3 weiter absichert – auch wenn man die Punkte im Lager der Oberösterreicher verständlicherweise lieber sportlich auf dem Rasen geholt hätte.





















