Erst Mitte Juni übernahm Fred Armstrong den Posten des Offense Coordinators bei den Rheinländern von Ed Warinner, der gerade vier Spiele für den Back2Back-Champion coachen durfte. Bei Armstrong wurden es immerhin zwei mehr, doch auch der ehemalige Danube Dragons Coach muss nun weichen. Und zwar dem verletzten Backup-Quarterback Rohat Dagdelen, der seinen Posten übernimmt. Armstrong bleibt Assistant Head Coach/Senior Offensive Advisor und soll Dagdelen am Sonntag „beratend zur Seite stehen“.
„Rohat (Anm.: Dagdelen) hat sich diese Position durch harte Arbeit verdient. Er kennt diese Offensive besser als jeder andere, hat sie in den Jahren als Ersatz-Quarterback komplett verinnerlicht. Ich lehre meine Spieler stets „Team First“. Wenn ich das nicht vorleben, warum sollten sie mir dann folgen?“, kommentiert Armstrong die Entscheidung, die in enger Abstimmung mit Head Coach Richard Kent und dem neuen sportlichen Leiter und bisherigen CEO, Max Paatz, getroffen worden sei.
Ausschlaggebend könnte dafür u.a. auch die schwache Leistung der Fire-Offense in Innsbruck gewesen sein. Eine Niederlage, die man rückblickend als „immer noch ärgerlich“ bezeichnet. Man moniert in einer Aussendung „verpasste Gelegenheiten“ und „Gastgeschenke in Form von 21 vermeidbaren Punkten“. Kurz gesagt: Hätte man weniger Punkte bekommen und mehr gemacht, wäre man nicht mit drei Scores Differenz am Tivoli untergegangen.
Paz Gonzales pounces on the QB fumble and almost takes it to the house! 😳
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— European League of Football (@ELF_Official) July 5, 2025
Rohat den super Plan
Fire Quarterback Chad Jeffries, der 363 Yards Raumgewinn in Innsbruck erzielte, aber auch bei einem kuriosen Turnover von Paz Gonzales eine sehr lange Leitung zeigte, ist sich dieses Mal sicher, dass sein Team den eigenen Leitsatz „Focus and Finish“ beherzigen wird: „Wir haben in den letzten Wochen verletzte Jungs gesund zurückbekommen, und unser Spiel ist somit wieder ausgeglichener geworden. Vorher war die Spielweise eher Lauf lastig, aber jetzt spielen wir variabler, machen die gleichen Spielzüge mit verschiedenen Optionen. Wir haben einen super Plan für das Spiel.“, sagt der Spielmacher auch in Richtung von Rohat Dagdelen.
Tirol mit Rücken zur Wand
Mit Siegen über die Raiders und Nordic Strom stünde Rhein Fire in die Wild Card-Runde der ELF-Playoffs, ohne auf die Ergebnisse der Konkurrenz achten zu müssen. Der amtierende Meister geht mit einer 6-4-Bilanz in den Schlussspurt und kann Nordic Storm (9-1) nicht mehr vom Spitzenplatz in der Division North verdrängen. Die Raiders belegen mit einer ausgeglichenen Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlagen aktuell nur noch den dritten Platz der Süd-Division – hinter Spitzenreiter Munich Ravens (9-1) und den Madrid Bravos (7-3). Sie brauchen ein Winout und einiges an Schützenhilfe.
Es ist also für beide Kontrahenten eine Vorentscheidung im Playoff-Rennen der European League of Football. Kick-off in Duisburg ist um 16:25 Uhr, ab 16:15 Uhr kann man live via PULS 24 dabei sein.
ELF WEEK 13
Rhein Fire (6-4) vs. Raiders Tirol (5-5)
SO 10. August 2025 16:25 Uhr · Schauinsland-Reisen-Arena Duisburg
Weiters:
Vienna Vikings (9-1) vs. Wroclaw Panthers (5-5)
SA 9. August 2025 18:00 Uhr · ERGO Arena Wiener Neustadt





















