Die Raiders Tirol mussten am 8. Spieltag der EFA eine bittere Heimniederlage einstecken. Im prestigeträchtigen „Battle of the Mountains“ unterlagen die Tiroler den Munich Ravens im Innsbrucker Tivoli Stadion mit 24:32. Nach einer völlig verkorksten ersten Halbzeit und einem deutlichen 3:26-Rückstand bewiesen die Hausherren vor heimischer Kulisse großen Kampfgeist und starteten eine furiose Aufholjagd, die am Ende jedoch nicht mehr mit Punkten belohnt wurde.
Münchner Offensiv-Express dominiert die erste Halbzeit
Die Gäste aus Bayern gewannen den Münzwurf und machten von Beginn an klar, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Bereits im allerersten Spielzug bediente Munich-Quarterback Russell Tabor seinen Receiver Malik Stanley für einen massiven Raumgewinn bis an die 30-Yard-Linie der Tiroler. Zwar konnte die Raiders-Defensive diesen ersten Angriffsdrang noch durch einen starken Goal-Line-Stand beim vierten Versuch stoppen, doch kurz darauf schlugen die Raben eiskalt zu: Runningback Justus Seelig fing einen kurzen Pass und trug den Ball zur frühen 6:0-Führung in die Endzone.
Die Raiders fingen sich danach etwas. Angetrieben von Läufen durch Lukas Haslwanter und zwei schnellen Catches von Felix Kantner marschierte die Offensive übers Feld. Nach einem missglückten Trickspielzug-Pass von Adrian Platzgummer sorgte Kicker Jonata Loria per Field Goal immerhin für das 3:6. Die Antwort der Ravens folgte jedoch prompt und heftig: Erst erhöhte Stanley per Touchdown auf 12:3, dann beendete eine Interception von Bijon Harris den nächsten Tiroler Drive. Die Ravens nutzten den Turnover eiskalt durch Scores von Konstantin Stricker und Marvin Rutsch (inklusive Two-Point-Conversion) aus und stellten den ernüchternden 3:26-Pausenstand aus Sicht der Raiders her.
Tim Tonko bläst zur Tiroler Attacke
Nach dem Seitenwechsel und dem verletzungs- oder taktikbedingten Wechsel auf Münchens Backup-Quarterback Lewin Adrom verflachte die Partie im dritten Viertel zunächst, da beide Defensivreihen dominierten. Erst gegen Ende des Abschnitts erwachte das Tivoli Stadion wieder zum Leben. Quarterback Steven Krajewski führte sein Team entschlossen über das Feld, ehe Tim Tonko mit einem kraftvollen Rushing Touchdown den Bann brach und auf 10:26 verkürzte.
Im Schlussviertel schöpften die Tiroler Fans endgültig wieder Hoffnung. Erneut war es Tonko, der dieses Mal nach einem kurzen Pass seinen zweiten Touchdown des Abends erzielte – die wichtige Two-Point-Conversion misslang jedoch. Als Münchens Adrom kurz darauf mit einem eigenen Touchdown-Lauf den alten Abstand wiederherstellte, schien die Partie gelaufen. Doch die Raiders gaben sich nicht auf: Toni Rabensteiner tankte sich mit einem spektakulären, langen Lauf in die Endzone durch und verkürzte nach erfolgreicher Two-Point-Conversion auf 24:32. Für die endgültige Sensation reichte die verbleibende Spielzeit allerdings nicht mehr aus.
Stimmen zum Spiel und Ausblick
Trotz der Niederlage (0-6) können die Raiders Tirol vor allem auf der Leistung der zweiten Halbzeit (21:6 gewonnen) aufbauen. Die Moral im Team stimmt, doch die Fehleranfälligkeit und der verschlafene Start im ersten Durchgang gegen ein Top-Team wie die Munich Ravens (6-0) ließen am Ende keine Punkte in Innsbruck zu. Für die Tiroler gilt es nun, die positiven Aspekte in die kommenden Trainingswochen mitzunehmen, um den ersten Saisonsieg einzufahren.
EFA WEEK 8
Raiders Tirol (0-6) vs. Munich Ravens (6-0) 24:32
(0:6/3:20/7:0/14:6)
Sa. 04.07. | 18:00 Uhr |📍 Tivoli Stadion, Innsbruck
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