Die höchste europäische Liga wurde 2014 als Nachfolger für die EFL ins Leben gerufen. Die Tiroler werden im kommenden Jahr nicht am Spielbetrieb der Serie teilnehmen.
„Wir bedauern sehr, dass wir als Gründungsmitglied und beständiges Team der BIG6 in der kommenden Saison an diesem länderübergreifenden Bewerb nicht teilnehmen werden. Aber letztlich müssen wir darauf schauen, was für uns als Verein langfristig sinnvoll und vor allem ein nachhaltiger Weg ist“, erklärte Swarco Raiders Tirol Manager Gerwin Wichmann.
Bereits zuvor hatten die Vienna Vikings ihren Rückzug aus der BIG 6 bekannt gegeben. Die Beweggründe beider Teams sind sich ähnlich.
Grund für die Nicht-Teilnahme an der BIG6 2017 ist für die Tiroler die in der Liga wirksame Import-Regelung. Sowohl auf Vereinsebene als auch auf österreichischer Verbandsebene wurde angeregt, die Anzahl der spielberechtigten Imports von fünf auf drei Spieler zu reduzieren (dies war die ursprünglich in der EFAF festgelegte Regelung). Gleichzeitig sollte der Zusatz im Paragraph 7 (1-4) der „Regulations for Club-Team Competitions“ aufrechterhalten werden. Dies hätte zur Folge gehabt, dass Spieler mit mehr als zwei Jahren College-Erfahrung (ausgenommen einheimische Spieler) ebenso als A-Klasse-Spieler (Imports) gewertet worden wären. Damit wird unterbunden, dass Teams beliebig viele Dual-Passport-Spieler aufstellen können. Diese Forderungen wurden im Rahmen eines GFL-Meetings jedoch einstimmig abgelehnt.
Der unterbreitete Kompromissvorschlag war aus Sicht der Raiders nicht nur fair für alle teilnehmenden Vereine, sondern auch das sportliche Gleichgewicht im europäischen Football gefördert und somit das Interesse an der Sportart weiter gesteigert hätte.
„Einhelliger Tenor war und ist, dass wir den Spagat, den wir aufgrund unterschiedlicher Importregelungen zwischen der BIG6 und der AFL jährlichen stemmen müssen, nicht mehr stemmen wollen“, so auch einhellig der Vorstand der Swarco Raiders Tirol.
Spannungen im Mannschaftsgefüge
„Die bestehenden Regeln der BIG6 hatten zur Folge, dass die Swarco Raiders Tirol zwei zusätzliche Importspieler im Kader hatten und es innerhalb des Mannschaftsgefüges immer wieder zu Spannungen gekommen ist“, sagte Swarco Raiders Tirol Head Coach Shuan Fatah. „Weiterhin ist es sehr schwer, hochklassige Spieler zu verpflichten, die sich auf ein Engagement von maximal drei Einsätzen einlassen. Nicht zu vergessen die bei uns nicht vorhandene Möglichkeit, den Kader beliebig mit Spielern aus der EU ausstaffieren zu können.“
Aus all diesen Überlegungen sind wir letztendlich zur Entscheidung gelangt, kommende Saison nicht an der BIG6 teilzunehmen.
Die Absage an die BIG6 für die Spielzeit 2017 bedeutet aber nicht, dass die Fans der Swarco Raiders Tirol im kommenden Jahr keinen internationalen Football zu sehen bekommen. Der Verein wird wie schon in den vergangenen Saisonen Partien in der „Battle4Tirol“ austragen und sich wahrscheinlich in einem anderen europäischen Bewerb messen.

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