Gold für Österreich bei den IFAF European Youth Flag Football Championships 2026 in Italien. Das U15-Mixed-Nationalteam von Head Coach Cameron Frickey setzte sich im Finale gegen Team Euro Youth mit 59:40 durch.
Hinter dieser Bezeichnung steht das russische Team, das ursprünglich unter russischer Flagge für die Europameisterschaft gemeldet worden war und nach den Kontroversen im Vorfeld schließlich als „Team Euro Youth“ am Turnier teilnahm.
Für Österreich ist es der zweite Europameistertitel mit einem Nachwuchs-Nationalteam im Flag Football. Der bisher einzige Titel war 2005 ebenfalls in der Altersklasse U15 gelungen.
Österreich gibt die Führung nie aus der Hand
Österreich erwischte im Finale den besseren Start und gab die Führung über die gesamte Partie nicht mehr aus der Hand.
Team Austria legte zunächst ein 13:0 vor. Team Euro Youth verkürzte auf 13:6, doch Österreich antwortete und erhöhte auf 19:6. Dieses Muster zog sich durch die gesamte erste Hälfte: Der Gegner kam näher, Österreich legte wieder nach.
Über 19:12, 26:12 und 26:18 ging es zum 32:18. Team Euro Youth schaffte beim 32:26 noch einmal den Anschluss, doch Österreich setzte noch vor der Pause den nächsten Touchdown und ging mit einer 38:26-Führung in die Halbzeit.
U15 Mixed – Finale:
Team Euro Youth – Österreich 40:59
Halbzeit: 26:38
Safety eröffnet die zweite Hälfte
Auch nach der Pause erwischte Österreich den besseren Start. Eine Safety brachte die ersten beiden Punkte der zweiten Hälfte und erhöhte die Führung auf 40:26.
Danach baute Team Austria den Vorsprung auf 47:26 aus. Team Euro Youth verkürzte noch einmal auf 47:34, Österreich antwortete jedoch erneut zum 53:34.
Auch nach dem 53:40 ließ sich Österreich den Titel nicht mehr nehmen. Team Austria setzte den Schlusspunkt zum 59:40 und krönte damit ein ungeschlagenes Turnier.
Österreich hatte damit im gesamten Finale kein einziges Mal zurückgelegen.
Ungeschlagen zum Europameistertitel
Der Finalsieg war der Abschluss eines perfekten Turniers. Österreich blieb während der gesamten Europameisterschaft ungeschlagen.
Nach zwei Siegen in der Gruppenphase wurde es im Viertelfinale dramatisch. Gegen Tschechien setzte sich Österreich in einem offensiven Schlagabtausch hauchdünn mit 48:47 durch.
Im Halbfinale wartete Spanien. Auch dort behielt Team Austria die Oberhand und zog mit einem 32:23-Erfolg ins Endspiel ein.
Team Euro Youth hatte seinerseits im Viertelfinale Italien mit 33:16 besiegt und anschließend Titelverteidiger Deutschland in einem 36:35-Krimi aus dem Bewerb genommen.
Im Finale folgte schließlich Österreichs nächster Sieg – und damit der Europameistertitel.
Frickey: „Das Gefühl, Europameister zu sein, ist unglaublich!“
Head Coach Cameron Frickey hob nach dem Titelgewinn vor allem die intensive Vorbereitung und den Zusammenhalt seiner Mannschaft hervor.
„Wir haben dieses Jahr richtig viel trainiert – vom Tryout bis jetzt zur Europameisterschaft. Es ist eine sehr tolle Truppe an SpielerInnen, nicht nur athletisch sondern auch mit ihrem Teamgeist, den ich so selten davor erlebt habe. Ich bin sehr stolz auf alle! Das Gefühl, Europameister zu sein, ist unglaublich!“
Der Erfolg bedeutet gleichzeitig eine enorme Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Bei der Heim-EM 2025 in Innsbruck hatte die österreichische U15-Auswahl noch Platz sieben belegt.
Das EM-Finale im Re-Live
Das komplette Finale zwischen Team Euro Youth und Österreich gibt es hier nochmals im Re-Live:
Russland trat als „Team Euro Youth“ an
Der Finalgegner hatte bereits vor Beginn der Europameisterschaft für Diskussionen gesorgt. Russland war zunächst unter eigener Flagge für die Nachwuchs-EM gemeldet worden.
Die Teilnahme führte im Vorfeld zu erheblichen Irritationen. Tschechien und die Ukraine hatten zunächst Konsequenzen gezogen. Nach weiteren Entwicklungen rund um die Teilnahme und die Einreise der russischen Delegation wurde aus Russland schließlich „Team Euro Youth“. Unter diesem Namen nahm die Mannschaft an der Europameisterschaft teil.
Football-Austria hat die Vorgeschichte ausführlich aufgearbeitet:
Von Russland zu „Team Euro Youth“: Die Kehrtwenden der IFAF vor der Flag-EM
U17 Boys: Österreich scheitert knapp an Italien
Auch Österreichs U17 Boys waren bei der Europameisterschaft in Italien im Einsatz und beendeten das Turnier auf Platz fünf unter zwölf Nationen.
Der Traum von einer Medaille endete im Viertelfinale denkbar knapp. Österreich unterlag Gastgeber Italien mit 29:34. Italien erreichte anschließend das Halbfinale, musste sich dort Israel mit 20:30 geschlagen geben und gewann schließlich Bronze.
Im anderen Teil des Brackets setzte sich Titelverteidiger Spanien zunächst mit 42:25 gegen Frankreich durch. Im Halbfinale wartete Finnland, das Team Euro Youth zuvor mit nur einem Punkt Vorsprung aus dem Bewerb genommen hatte. Spanien gewann auch dieses Spiel mit 45:38.
Damit lautete das Finale Spanien gegen Israel.
Ein Punkt entscheidet das U17-Boys-Finale
Das U17-Boys-Endspiel entwickelte sich zum knappsten der drei EM-Finals.
Israel ging mit einer 19:13-Führung in die Halbzeit. Spanien drehte die Partie nach der Pause, gewann die zweite Hälfte mit 19:12 und setzte sich am Ende mit gerade einmal einem Punkt Vorsprung durch.
U17 Boys – Finale:
Spanien – Israel 32:31
Halbzeit: 13:19
Damit verteidigte Spanien seinen Europameistertitel.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
U17 Boys – Medaillen:
🥇 Spanien
🥈 Israel
🥉 Italien
🇦🇹 Österreich: Platz 5 von 12
U17 Girls: Großbritannien lässt Deutschland keine Chance
Bei den U17 Girls beendete Österreich die Europameisterschaft auf Platz sechs unter neun teilnehmenden Nationen.
In der Gruppenphase hatte Team Austria einen Sieg und zwei Niederlagen verbucht und hinter Großbritannien und Deutschland Rang drei in seiner Gruppe belegt.
Im weiteren Turnierverlauf unterlag Österreich Spanien mit 21:32 und war damit aus dem Rennen um die Medaillen.
Die beiden Halbfinals entwickelten sich anschließend zu echten Krimis. Deutschland setzte sich mit 14:13 gegen Tschechien durch. Großbritannien bezwang Spanien ebenfalls mit nur einem Punkt Unterschied – 19:18.
Das Finale verlief anschließend völlig anders.
Großbritannien ließ Deutschland in der ersten Hälfte keinen einzigen Punkt und ging mit einer 21:0-Führung in die Pause. Auch nach Seitenwechsel blieb das britische Team überlegen. Deutschland kam zwar noch zu sieben Punkten, Großbritannien legte aber weitere zwölf nach.
U17 Girls – Finale:
Deutschland – Großbritannien 7:33
Halbzeit: 0:21
Damit sicherte sich Großbritannien souverän den Europameistertitel.
GREAT BRITAIN IS THE U17 GIRLS EUROPEAN YOUTH CHAMPION! 🏆#flagfootball #IFAF pic.twitter.com/VvxpqUbeVk
— Int’l Fed of American Football (@IFAFMedia) September 26, 2026
U17 Girls – Medaillen:
🥇 Großbritannien
🥈 Deutschland
🥉 Tschechien
🇦🇹 Österreich: Platz 6 von 9
Österreich holt Gold – Spanien einzige Nation mit zwei Medaillen
Die drei Europameistertitel gingen an drei verschiedene Nationen. Österreich gewann die U15-Mixed-Kategorie, Spanien verteidigte seinen Titel bei den U17 Boys und Großbritannien triumphierte bei den U17 Girls.
Spanien war gleichzeitig die einzige Nation, die bei dieser Europameisterschaft mehr als eine Medaille gewann. Neben Gold bei den U17 Boys holten die Spanier Bronze im U15-Mixed-Bewerb.
Alle Medaillengewinner der Nachwuchs-EM 2026:
U15 Mixed:
🥇 Österreich
🥈 Team Euro Youth (Russland)
🥉 Spanien
U17 Boys:
🥇 Spanien
🥈 Israel
🥉 Italien
U17 Girls:
🥇 Großbritannien
🥈 Deutschland
🥉 Tschechien
Österreichs Europameister-Team
Spielerinnen und Spieler:
Theres Aigner, Paul Barina, Alexander Böhm, Janine Brauner, Julian Fliedl, Felix Höbinger, Neva Koca, Fabio Mikula, Max Ortner, Victoria Perl, Timo Pürkfellner, Flora Tabea Rothleitner, Nora Kristin Seban, Venecia Teubl, Lia Wegerer und Alex Zhou.
Coaches & Staff:
Cameron Frickey (Head Coach), Viktoria Troniarsky (OC), Fuat Rusitovic (DC), Lena Mayrhofer (Assistant Coach), Andrea Strasser (Physio) und René Holzer (CDM).
📲 Football-Austria direkt aufs Smartphone
News, Eilmeldungen, Ergebnisse und Livestreams aus Österreich und Europa direkt in WhatsApp. Kostenlos abonnieren und nichts mehr verpassen.






