Bei herrlichem Wetter sahen rund 250 Zuschauer drei Nachwuchs-Footballspiele auf höchstem Niveau. Am Ende kam es zur gerechten Gütertrennung.
Schüler
Dodge Vikings vs. Swarco Raiders 44:27
(12:6/14:13/0:0/18:8)
14. Oktober 06 | Kickoff 11:00
Schmelz, Wien
Referees: König M. / Fritz / Bremser D. / Bremser K. / Ladinig

Ein Blitzstart brachte die Gäste aus Tirol in Führung. Runningback Manuel Abart stellte kurz nach Spielbeginn auf 0:6 (PAT no good). Die Vikings konterten mit First Downs über ihren Quarterback Yannic Stribrny und Runningback Max Frank, Luca Haala erzielte schon bald danach den Ausgleich zum 6:6 (PAT no good). Den Vikings gelang es in Folge den ersten Offensive Drive zu stoppen, gingen ihrerseits, mit einem Lauf durch Stribrny (bei einigen schönen Vorblocks) mit 12:6 in Führung. Auch hier mißlang der Extrapunktversuch. David Zangerl konnte zwar noch vor dem ersten Viertel ein schönes First Down für die Gäste erzielen, nach dem ersten Seitenwechsel wurde der Tiroler Drive aber erneut gestoppt.

Der Vikings QB erwies sich danach als der Punktelieferant schlechthin, lief selbst zum 18:6. Michael Lagger mit einem schönen Catch und Manuel Abart mittels Lauf drängten mit First Downs auf den Anschluß, ein Fumble von Abart, recovered von Vikings Luca Haala brachte aber ein Turnover. Postwendend waren auch die Wikinger mit einem Fumble zur Stelle und Harald Tanzer holte den Ball für die Raiders zurück. Man stand wieder dort, wo man bei ersten Fumble war. Simon Hoser, mit 43 Kilo einer der Leichtgewichte am Feld (sein Kollege Tanzer wiegt um ganze 57 Kilo mehr!) erwies sich als wendig, zäh und schnell auf den Beinen, erlief First Downs und blieb stets locker im Antritt. Mit einem QB Sneak kamen die Tiroler auf 18:12 heran (Extrapunkte: Fehlanzeige hüben wie drüben). Vor der 2 Minute Warning hielten auch die Raiders der Vikings Offense stand und gingen in Folge noch vor der Halbzeit mit 18:19 (TD Harald Tanzer, PAT good). Die Wikinger wollten keinesfalls mit einem Rückstand in die Kabinen, Yannic Stribrny gelang Sekunden vor der Pause die erneute Führung für die Wikinger (24:19), ein Paß auf Yanni Schaden brachte zwei weitere Punkte – 26:19 zur Halbzeit.

Die zweite Hälfte gehörte aber den nominell überlegenen Wienern. Die Tiroler, auf Grund einer recht dünnen Personaldecke (Acht Spieler sah man gesamt auf beiden Seiten der Line) wurden müde und dadurch in Folge auch unkonzentriert. Doch zuerst sah man noch einige gute Szenen der Raiders Schüler. Abart, Hoser und Tight End Patrick Schwaberger sorgten für First Downs, die Vikings fielen zwei Mal auf frozen plays hinein, das dritte Viertel endete 0:0. Mit einem langen lauf gelang aber Andre Pecota das 26:25. Defense Coordinator Mario Floredo wurde an der Sideline laut, konnte aber die Conversion zum 26:27 und damit zur erneuten Führung der Raiders nicht verhindern. Dann war es mit den Kräften der Innsbrucker aber vorbei. In den letzten Minuten scorten die Vikings drei Mal. Stribrny lief zum 32:27, die Defense stoppte die Raiders, Stribrny lief zum 38:27, die Raiders nahmen Risiko, wurden aber intercepted (Max Liftenegger), und so konnten sie mit einem weiteren Score sogar noch einen klaren 44:27 (PATs no good) davon tragen.

Fazit
Sieg ging in Ordnung – Ergebnis ist ein wenig zu hoch ausgefallen. Die beiden Teams waren sich spielerisch ebenbürtig, die Raiders haben zu wenig Personal um ein Spiel gegen einen gleichwertigen Gegner mit dicker Decke auf längere Zeit zu überstehen. Beide Teams haben damit weiter Chancen auf die Playoffs und werden sie, ausgehend von dem was man an dem Nachmittag sah, sicher auch erreichen.

Minis
Dodge Vikings vs. Swarco Raiders 12:31
(0:0/6:12/0:12/6:7)
14. Oktober 06 | Kickoff 13:00
Schmelz, Wien
Referees: König M. / Fritz / Bremser D. / Bremser K. / Ladinig

Im Kampf um die goldene Ananas (es ging um nichts mehr) blieben beide Teams konzentriert und kämpften um den Sieg als wäre es die Mini Bowl. Das bessere Ende hatten die Raiders für sich. Die wirkliche Überraschung war der Spielstand bis kurz vor Halbzeit. 0:0 nach fast zwei Vierteln ist eher ungewöhnlich für diese Spielklasse. Aber bevor der Pausenpfiff fiel, sollte es noch ordentlich krachen. Vorher noch Irritationen betreffend die Regel nach Turnover on downs außerhalb/innerhalb der 20 Yard Line und bei Seitenwechsel, welche von den Referees nicht stringent durchgezogen wurde. Hier war man sich im Unklaren. Wie auch immer – schlugen die Raiders mit einem Doppelschlag zu (vorher, ähnlich wie bei den Schülern frozen plays-Fallen), alle Scores fielen nach der 2 Minute Warning. Wide Receiver Christoph Bogner (0:6, PAT no good) und Runningback Florian Seeber (0:12, PAT no good) erzielten die zwei Scores Raiders Führung, die Fabian Szeidenberger für die Vikings noch vor dem Pausenpfiff auf 6:12 (PAT no good) verkürzen konnte). Etwas kurios – alle drei Touchdowns fielen in den letzten 100 Sekunden der ersten Hälfte.

Die zweite Hälfte dominierten dann die Gäste. Florian Seeber (6:18, PAT no good), Adrian Platzgummer (6:24, PAT no good) und im letzten Viertel Christoph Bogner (6:30, PAT Nico Mathoi zum 6:31) machten alles klar. Den Wikingern gelang noch ein Touchdown durch Philipp Kern zum 12:31.

Fazit
Die Raiders Minis bärenstark, wurden daher auch von Coach Daniel Dieplinger zu Recht mit "Männer, das habt ihr gut gemacht!" im Team Huddle angesprochen, jener seine Minis auf das Endspiel am 4. November in Spannung halten muß, will man den Titel am Ende davon tragen. Der Finalgegner aus Klosterneuburg geht als Außenseiter in das Finale, die Raiders sind die Gejagten. Heißt auch: Spielerisch haben die Raiders Vorteile, die Dragons können aber unbeschwert in das Endspiel gehen, haben dort mit einem 2:2 record nichts zu verlieren und können alles gewinnen.

Jugend
Dodge Vikings vs. Swarco Raiders 32:8
(8:0/8:8/8:0/8:0)
14. Oktober 06 | Kickoff 15:00
Schmelz, Wien
Referees: Wahl / Windsteig / Müllner / Tadic Z. / Savicevic

Hier trafen zwei bisher ungeschlagene Teams aufeinander – die Vikings gingen aber auch hier, wie bei den Schülern, als Favoriten ins Rennen. Der Rolle sie auch gerecht wurden. Martin Breitschnig machte setzte aber die ersten Akzente im Spiel als er einen Paß von Vikings Quarterback Dominik Bundschuh abfing (Interception). Ein Lauf von Christoph Bertsch zum First Down (davor ein Late Hit gegen die Vikings) und schon waren die Tiroler erstmals in der Vikings Red Zone. Weiter ging es nicht – ein Fieldgoalversuch mißlang. Der Angriff der Wikinger kam in die Schwünge, nach First Downs über Marc Binstorfer und Dominik Bundschuh, erzielte Boris Resetarits die 6:0 Führung, Marcus Greber mit der Conversion zum 8:0 und das erste Viertel war damit auch gespielt.

Ein geblockter Punt der Raiders führte zum nächsten Score. Der freie Ball wurde von Fabian Nagler (LB) aufgenommen und in die Endzone transportiert – 16:0 (PAT good). Die Gäste kamen mit Damaso Tarneller zu ihrem einzigen Touchdown an diesem Tag. Nach dem 16:8 (PAT good), lief bei den Vikings (fast) alles wie geschmiert in der zweiten Hälfte. Ein Fumble – und Martin Breitschnig, der auch schon die Interception gefangen hatte – holte sich auch diesen Ball. Es folgte ein First Down von Domink Thaler, ein Fumble der Tiroler (Ball landete in der Endzone) führte aber zu einem Touchback statt Touchdown. Stefan Holzinger trat mit einer akrobatisch Einlage in Aktion, konnte zunächst einen Paß von Bundschuh nicht unter Kontrolle bringen, im Fallen holte er sich aber das Ei zur Brust – First Down. Davor schon gingen die Wikinger in ihrem bis zu dem Zeitpunkt stärksten Offense Drive über das halbe Feld. Sie machten nicht den Eindruck sich hier stoppen zu lassen – taten das auch nicht – Florian Paar zum 24:8 (PAT good). Im letzten Vierte legte Boris Resetarits noch einen Touchdown drauf zum 30:8, Greber erneut mit zwei Punkten zum Endstand von 32:8.

Fazit
Auch hier ging der Sieg an die "richtige" Mannschaft, sprich an das besser Team. Die Raiders, ähnlich, aber nicht ganz so auffällig wie bei den Schülern, mit weniger Personal, daher auch mit konditionellen Mankos je länger das Spiel dauert. Headcoach Jakob Dieplinger unzufrieden (daran müssen wir arbeiten). Stimmen zu diesen drei Spielen (Audios) folgen in der Nacht von Sonntag auf Montag, wie auch die Berichte der restlichen Samstagsspiele und der nun folgenden Sonntagsspiele.

Die Vikings (4-0) als Tabellenerster fest und werden aller Voraussicht nach zu Hause gegen die Black Lions (2-1) das Halbfinale bestreiten. Sollten die Dragons (1-1) ihr verbleibendes meisterschaftsendscheidendes Spiel gegen die Black Lions mit mindesten 25 Punkten Unterschied gewinnen, haben sie das Heimrecht im Halbfinale gegen die Raiders (3-1), wenn nicht, spielen die Swarco Raiders zu Hause (Zusammenfassung der Tabellensituation von Daniel Dieplinger).

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