Ein Fest im Zeichen der Kooperation

Der Spieltag stand ganz im Zeichen der starken Partnerschaft zwischen dem Vienna Vikings Franchise und dem Österreichischen Bundesheer. Diese Kooperation ist im österreichischen Football tief verwurzelt; auch der AFBÖ kooperiert für die Austrian Bowl traditionell mit dem Heer. Anlässlich dieses „Salute to Service“-Gamedays spielten die Vikings an diesem Tag sogar in speziellen Bundesheer-Jerseys. Doch während Ministerin Klaudia Tanner vor Ort die Daumen drückte und die Gardemusik aufspielte, sorgte ausgerechnet einer der anwesenden Soldaten für einen Eklat.
Eskalation im Dienst
Im Zentrum des Skandals steht ein Wachtmeister des Bundesheeres, der an diesem Tag als Kommandant von 36 Soldaten zur Repräsentation eingeteilt war. Statt Vorbildwirkung zu zeigen, soll der Unteroffizier laut Zeugen bereits früh angekündigt haben: „Heute wird gesoffen“.
Was folgte, war eine Kette von massiven Verfehlungen:
- Massive Trunkenheit: Der Soldat betrank sich im Dienst und versuchte sogar, Rekruten zum Alkoholkonsum zu drängen.
- Aggressives Verhalten: Security-Mitarbeiter wurden wüst beschimpft.
- Verstörender Waffen-Umgang: Zuschauer filmten den Mann, wie er sich seine ungeladene Dienstwaffe mitsamt Halfter in den Mund steckte.
- Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss: Nach dem Spiel setzte er sich betrunken ans Steuer eines Heeresfahrzeugs und touchierte beim Ausparken einen zivilen PKW.
Das Urteil: Geldstrafe statt Entlassung
Der Wachtmeister wurde unmittelbar nach dem Vorfall vom Dienst enthoben. Die Disziplinarkommission verurteilte den Mann nun zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro (plus Verfahrenskosten). Trotz der Schwere der Vorwürfe darf der Unteroffizier im Dienst bleiben. Ein Vorgesetzter bescheinigte ihm, er sei ansonsten ein „guter und treuer Soldat“, der Vorfall wurde als „einmaliger Ausrutscher“ gewertet.
Für das Ansehen des Bundesheeres in der Öffentlichkeit und für die ansonsten vorbildliche Kooperation mit dem Football-Sport ist dieser Vorfall jedoch ein massiver Rückschlag. Von den Eskapaden des Wachtmeisters bekamen die meisten der 11.000 Zuschauer zum Glück nichts mit – Security und Militärpolizei haben konsequent reagiert.





















