Football-Drama am Danube Field! Die ungeschlagenen Mostviertel Dukes bauten ihre beeindruckende Siegesserie in der Division 2 mit einem hauchdünnen 23:22-Erfolg gegen die Schwaz Hammers weiter aus. Nach einer komfortablen 16:0-Halbzeitführung der Hausherren starteten die Tiroler Gäste im Schlussviertel eine furiose Aufholjagd. Am Ende entschied ein verflixter, abgewehrter Two-Point-Conversion-Versuch weniger als eine Minute vor dem Ende über Sieg und Playoff-Saisonaus.
Das letzte Heimspiel der regulären Saison in Sarling hatte es absolut in sich. Während die Dukes bereits vor dem Kickoff sicher als Conference-Sieger und Halbfinal-Gastgeber feststanden, ging es für die Schwaz Hammers um das nackte Überleben im Kampf um die Playoffs. Entsprechend intensiv und leidenschaftlich verlief die Begegnung von der ersten Sekunde an.
Mostviertel Dukes vs. Schwaz Hammers 23:22
Viertelscores: (3:0/13:0/0:0/7:22) | Sa. 13.06.2026 | 15:00 Uhr | 📍 Danube Field, Sarling
Die erste Halbzeit stand ganz im Zeichen starker Defensivreihen. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Rasen und zwangen den Gegner jeweils zu schnellen Punts. Den ersten offensiven Akzent setzten schließlich die Hausherren. Nachdem die Dukes in der Red Zone der Tiroler gestoppt worden waren, trat Matthias Geissberger an und verwandelte ein Field Goal zur verdienten 3:0-Führung.
Historischer Touchdown und komfortable Pausenführung

Für das emotionale Highlight des ersten Durchgangs sorgte kurz darauf die Verteidigung der Dukes. Nach einem Fumble der Hammers schaltete Defensive Lineman Thomas Reitbauer am schnellsten. Er sicherte das freie Leder und trug es über die Goalline in die Endzone. Für den Routinier war es in seiner mittlerweile 16-jährigen Football-Karriere – die er größtenteils in der Offensive Line verbrachte – der allererste Touchdown überhaupt. Der Extrapunkt misslang, es stand 9:0.
Die Dukes blieben am Drücker. Kurz vor dem Pausenpfiff zündete Leo Lukas Spreitzer den Turbo. Mit einem kraftvollen Lauf durchbrach er die Tiroler Defensive und erhöhte den Spielstand auf 16:0 (PAT gut). Mit diesem scheinbar beruhigenden Vorsprung ging es für die Mostviertler in die Kabinen.
Hammers-Sturm im Schlussviertel bringt den Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Schwaz Hammers wie verwandelt. Die Tiroler warfen alles in die Waagschale. Mit einem extrem effektiven Passspiel und brandgefährlichen Läufen ihres Quarterbacks marschierten die Gäste gleich zweimal über das gesamte Feld. Beide Touchdowns wurden von den nervenstarken Tirolern mit erfolgreichen Two-Point-Conversions veredelt. Plötzlich leuchtete ein 16:16-Unentschieden von der Anzeigetafel und die Partie war komplett offen.
Die Dukes bewiesen in dieser kritischen Phase jedoch die Reife eines Tabellenführers. Genau zur richtigen Zeit fand die Offense ihren Rhythmus wieder. Eine balancierte Mischung aus harten Läufen und präzisen Pässen führte die Hausherren zurück in die gegnerische Red Zone. Quarterback Manuel Vielhaber behielt die Übersicht und bediente Gabriel Tanzer mit einem perfekten Pass in der Endzone zur erneuten 23:16-Führung (PAT gut).
Der Two-Point-Krimi in der Schlussminute

Wer dachte, der Widerstand der Hammers sei damit gebrochen, sah sich getäuscht. Die Tiroler starteten eine packende Schlussoffensive. Weniger als eine Minute vor dem Ende fand ein weiterer Touchdown-Pass sein Ziel und verkürzte den Spielstand auf 23:22. Nach zwei bereits erfolgreichen Two-Point-Conversions im Spiel entschieden sich die Gäste für alles oder nichts: Sie spielten erneut den Versuch aus, um per Conversion die Führung zu übernehmen.
Dieses Mal hielt das Abwehrbollwerk der Dukes dem immensen Druck jedoch stand. Die Mostviertel-Defensive wehrte den entscheidenden Passversuch heldenhaft ab. Damit retteten die Dukes den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten den siebten Sieg im siebten Spiel.
Platz 2 weiter umkämpft
Der zweite Platz in der Conference A der Division 2 ist weit offen. Schwaz ist selbst mit der Niederlage noch nicht offiziell aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden. Die Hammers benötigen zwei Siege über Hohenems und eine Niederlage von Ried gegen die Dukes, dann wären sie im Playoff. Deren Abschluss der regulären Saison am 27. Juni ist eben das Auswärtsspiel bei den Ried Gladiators, bevor eine Woche später das Halbfinale im heimischen Sarling steigt.
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