Nachdem im Sommer wegen 1,5 Millionen Euro Schulden gegen Frankfurt ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, gibt es mit Kiel nun einen zweiten Problemfall in der GFL.

Die Vermarktungsgesellschaft der Kiel Baltic Hurricanes hat einen Insolvenzantrag gestellt, wie Geschäftsführer Gunnar Peter bei der Saisonabschlussveranstaltung bekannt gab:

„Wir standen 2013 vor schier unmöglichen Herausforderungen, die wir zum Glück durch die unermüdliche Hilfe unserer Sponsoren, Partner, der Stadt und großem ehrenamtlichen Engagement vieler Helfer bis hier hin lösen konnten. Doch wir können nicht verschweigen, dass wir uns bis heute nicht von diesen Herausforderungen erholen konnten. Um weiterhin erfolgreichen Football in Kiel zu betreiben, müssen wir uns aus dieser Situation befreien und einen Neuanfang starten. Aus diesem Grund musste ich für die 2009 von mir gegründete Kieler Football Vermarktungsgesellschaft am 18. Oktober einen Insolvenzantrag stellen, um den Weg für die Zukunft der Canes frei zu machen.“

Verantwortlich dafür sei, so  der Verein in einer Aussendung, die Spielstätten-Situation. Nach ihrem unumgänglichen Umzug aus dem Kieler Holsteinstadion 2013 trugen die Canes ihre Heimspiele auf der Anlage des FC Kilia Kiels aus. Die veränderte Stadion-Infrastruktur erforderte deutliche wirtschaftliche Einschränkungen. Immer wieder wären Um- und Ausbaumaßnahmen an der Spielstätte nötig gewesen, welche Geld gekostet haben, das der Verein eigentlich für den Spielbetrieb gebraucht hätte. Heuer verpassten die Kieler erstmals in ihrer GFL-Geschichte die Playoffs.

Trotz der Insolvenz der Betreibergesellschaft beantragte der Verein die Bundesligalizenz für die Saison 2019.

„Unsere beiden größten Sponsoren, deren Partnerschaft für den Bundesligabetrieb maßgeblichen Einfluss haben, haben bereits die Zusage ihrer Engagements bei einer Fortführung des Bundesligabetriebs signalisiert“, erklärt Gunnar Peter, „und auch ich selbst werde mit gleicher Leidenschaft für den Football in einer neuen Struktur zu Verfügung stehen!“

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