Die Stadt Wels ist Eigentümerin der Sportanlagen in Wimpassing und in der Mauth. Der FC Hertha Wels ist Pächter beider Sportstätten. Der American Football Club Huskies Wels („Huskies“) hatte in der letzten Saison aufgrund einer Vereinbarung mit dem FC Hertha Wels ein auf ein Jahr befristetes und auf bestimmte Trainings- und Spielzeiten beschränktes Nutzungsrecht an der Anlage. Dieses Nutzungsrecht endet mit dem 31.7.2024. Der FC Hertha Wels erklärte am 2.5.2024, dass er einer Verlängerung des Nutzungsrechtes der Huskies nicht zustimme. Man benötige die Spielflächen im Mauth-Stadion vor allem für das neu eingerichtete Nachwuchszentrum selbst. Für die Huskies bedeutet diese Aufkündigung, dass sie ab dem 1.8.2024 keine Möglichkeit mehr hätten zu trainieren und ihre Spiele abzuhalten. Die Huskies wären somit ab dem 1.8.2024 heimatlos.

Die Huskies ersuchten die Stadt Wels als Eigentümerin der Sportstätte Mauth um Vermittlung. Bürgermeister und Sportreferent erklärten aber postwendend, dass die Vereine selbst eine Lösung finden müssten. Aus ihrer Sicht liege generell kein Kapazitätsengpass vor. Vor diesem Hintergrund fanden sodann intensive Gespräche zwischen FC Hertha Wels und den Huskies statt, die nun zu einer einmaligen Verlängerung der Nutzungsvereinbarung um ein weiteres Jahr führten.

„Ein kleiner Erfolg, der etwas Zeit verschafft und eine Räumungsklage abwendet – aber keine Lösung des Problems.“, fasst Dr. Martin Oberndorfer, Präsident der Huskies die getroffene Vereinbarung zusammen. Denn das nun verlängerte Provisorium ist nur durch maximale Flexibilität beider Vereine und unter Zuhilfenahme von Spielflächen des ESV in der Pernau möglich. „Das nächste Jahr werden wir mit Müh und Not noch hinbekommen, aber eine langfristige Perspektive ist das nicht.“, stellt Mag. Mario Zottele, Obmann der Huskies klar.

Die beiden Vereine wollen nun an den Sportreferenten der Stadt Wels herantreten und mit diesem gemeinsam an langfristigen Lösungen für den offensichtlichen Kapazitätsengpass der beiden Vereine arbeiten. „Es wird zusätzliche Spielflächen für den Welser Sport brauchen, wenn wir einerseits den Fußballnachwuchs unterstützen und gleichzeitig aber auch die Huskies in Wels behalten wollen.“, ist Zottele überzeugt. „Die beiden Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht und eine kurzfristige Klärung herbeigeführt. Langfristige Lösungen schaffen wir aber nur gemeinsam mit der Stadt Wels.“, gibt Huskies Präsident Oberndorfer die Richtung der nun zu führenden Gespräche vor.

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