Die Predators Steyr verpassen die Perfect Season im eigenen Stadion! Vor einer Rekordkulisse von über 900 Zuschauern triumphierten die Goldwörth Raccoons in einem dramatischen Finale der Division 3 mit 16:10 und krönten sich zum Champion.
Über 900 Zuschauer fanden sich im LAC Stadion am Steyrer Rennweg ein, auch viele mitgereiste Fans der Raccoons sorgten für beste Stimmung. Der Tisch war deckt für ein echtes Footballfest. Ein kurzer Kickoff der Raccoons brachte die Predators Offense direkt in guter Feldposition an den Start des 22. Finalspiels der Division 3. Steyrs gewohnt starkes Laufspiel erwies sich sofort als hocheffizient. Am Ende eines dominanten Eröffnungsdrives war es Florian Wurm, der die Gastgeber per Lauf mit 7:0 (PAT Patrick Hochedlinger) in Führung brachte.
Die Raccoons standen im Anschluss zum ersten Mal mit ihrer Offense auf dem Feld und taten sich deutlich schwerer als zuvor die Hausherren. Die Waschbären spielten in der eigenen Hälfte einen vierten Versuch und kurz aus – jedoch ohne Erfolg. Steyr war augenblicklich mit seiner Offense in der Hälfte Goldwörths zurück. Ein schlechter Snap mit viel Raumverlust und eine anschließende Interception von Sebastian König zauberten jedoch wieder ein Lächeln in die Gesichter der Gäste-Coaches. Der Grinser wurde noch breiter, als QB Laurin Aumüller seinen Receiver Lukas Donke zum First & Goal traf. Thomas Fleischmann besorgte schließlich mit einem Lauf den Ausgleich zum 7:7 (PAT Simon Baumgartner).
Das Momentum kippt im Regen
Im darauffolgenden Drive verfing sich Steyrs Offense im Waschbärenfell und das Publikum erlebte den ersten Punt des Spiels. Die Gäste bekamen nun spürbar mehr Spielanteile. Simon Baumgartner fing ein schönes First Down und das Momentum kippte endgültig, als Stefan Hetzmannseder einen Pass von Laurin Aumüller bei einsetzendem Regen in der Endzone zum 7:13 fing. Der anschließende Versuch einer Two-Point-Conversion misslang.
Der Regen blieb und das eher zur Freude der Gastgeber, die trotz des Rückstands im Laufspiel optisch stärker wirkten. Doch das war nur theoretischer Natur. Praktisch sicherte Tobias Jilka ein Fumble des Predators-Quarterbacks und brachte Goldwörth umgehend wieder in Ballbesitz. Die Predators Defense war in dieser Phase jedoch zur Stelle und rettete den knappen Rückstand in die Halbzeitpause.
Goldwörth riecht den Upset
Die Raccoons starteten mit der Offense in die zweite Halbzeit, mussten aber alsbald punten. So schlecht der Punt auch war, umso besser war das Endergebnis für Goldwörth: Ein Spieler der Predators berührte den Ball folgenschwer, die Raccoons recoverten. Wieder eine spielentscheidende Situation, die auf die Seite der Gäste fiel. Das Passspiel funktionierte bei den Raccoons nun wie geschmiert – Stefan Hetzmannseder und Simon Baumgartner holten wichtige First Downs. Baumgartner besorgte dann auch per Fieldgoal die Vorentscheidung zum 7:16.
So stark sich die Predators im Grunddurchgang offensiv oft präsentiert hatten (darunter ein 30-Punkte-Spiel gegen die Raccoons), im Finale war sprichwörtlich der Wurm drin. Es blieb auch nach dem nächsten Punt bei den mageren sieben Punkten für die Gastgeber und es roch im Stadion bereits deutlich nach einem Upset. Doch Steyr gab sich nicht auf und kam zu Beginn des letzten Viertels wieder in Ballbesitz.
Dramatisches Finish am Rennweg
Es brauchte zwei Scores im letzten Quarter, um den Traum vom Titel und der Perfect Season doch noch Realität werden zu lassen. Steyr packte alles aus, was in ihnen steckte und holte First Downs durch den Lauf. Ein wichtiges 4th Down an der Raccoons 10-Yard-Linie wurde erfolgreich ausgespielt. Beim nächsten vierten Versuch schickte man Kicker Patrick Hochedlinger aufs Feld, der das Leder zum 10:16 durch die Stangen jagte. Fünf Minuten vor dem Ende hatten wir wieder ein One-Score-Game.
In der entscheidenden Phase war einmal mehr Simon Baumgartner zur Stelle. Das Passspiel, im Normalfall kein Steckenpferd in der vierten Leistungsklasse, funktionierte bei Goldwörth exzellent. Das erlösende First Down kam bei drei Minuten Restspielzeit auf der Uhr. Die Predators erzwangen im Anschluss zwar noch einen Punt und hatten exakt 2 Minuten Zeit, um mit einem Touchdown und folgendem PAT den Sieg zu erringen.
Eine Pass Interference von Tobias Jilka brachte den Hausherren ein automatisches First Down. Nach einem weiteren erfolgreichen Lauf stand Steyr mit einer Minute Restzeit an der Mittellinie. Eine Face-Mask-Strafe gegen die Raccoons katapultierte Steyr sogar bis an die 23-Yard-Linie des Gegners. Bei 22 verbleibenden Sekunden nahm Steyr sein letztes Timeout. 4th & 8 an der gegnerischen Linie… der Lauf wird gestoppt! Die Goldwörth Raccoons bringen die Führung über die Zeit und sind der verdiente Challenge Bowl Champion 2026!
Challenge Bowl XXII
Predators Steyr vs. Goldwörth Raccoons 10:16
(7:0/0:13/0:3/3:0)
Sa. 18. 07.2026 | 14:00 Uhr | 📍 LAC Stadion, Steyr | Zuschauer: 900
Scores:
1. Quarter:
7:0 Touchdown Predators: Lauf von Florian Wurm (PAT Patrick Hochedlinger)
2. Quarter:
7:7 Touchdown Raccoons: Lauf von Thomas Fleischmann (PAT Simon Baumgartner)
7:13 Touchdown Raccoons: Pass von Laurin Aumüller auf Stefan Hetzmannseder (Two-Point-Conversion failed)
3. Quarter:
7:16 Fieldgoal Raccoons: Simon Baumgartner
4. Quarter:
10:16 Fieldgoal Predators: Patrick Hochedlinger
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