‚Ich bin an sich in der Südsteiermark zu Hause. Ich hab vor 25 Jahren begonnen bei den Graz Giants Football zu spielen und bin dann relativ schnell, nach Abschluss meines Studiums, für eine österreichische Bank nach Slowenien und Kroatien gegangen. Ich bin seit acht Jahren selbstständig in einer eigenen Investment-Struktur, habe mich da spezialisiert auf den Erwerb und das Management von Medienunternehmen. Wochenzeitungen, Tageszeitungen, Gratis-Zeitungen.‘

Dielachers Einschätzung der europäischen Footballszene

‚Wenn ich die letzten 25 Jahre zurückdenke, hat sich in Europa Football kontinuierlich entwickelt, vor allem in Österreich und Deutschland. In anderen Teilen Europas gab es immer wieder gute Teams, wie z.B. in Italien, in Frankreich oder den skandinavischen Ländern. Auf breiter Basis durchgesetzt hat es sich im deutschsprachigen Raum. In den letzten Jahren, ich hab es vor Ort beobachten können, weil ich in Belgrad und in Zagreb beruflich tätig bin, hat sich dort eine ganz massive Football-Szene entwickelt, die ich auch mitbetreue. Ich bin auch ein Sponsor und Partner der Belgrad Vukovi, die man im April ja im Burgenland sehen wird. Der Zuschauerschnitt dort war deutlich über 3000, das Finale war mit 5000 Zuschauern ausverkauft, wir hätten 8000 Karten verkaufen können. Es herrscht dort also eine große Begeisterung. Warum das so ist? Wahrscheinlich deshalb, weil dort sehr viele Leute aus der Region wieder aus Amerika, wo sie zwischenzeitlich ausgewandert sind, zurückgekommen sind. Eine Rolle spielen auch die Medien, welche nicht nur die NFL-Spiele in diesen Ländern Live übertragen, sondern auch die Spiele der lokalen Ligen zeigen. Wenn die Gladiators nach Belgrad oder Kragujevac kommen, dann werden sie vor vollem Haus spielen und sind sie Live im Fernsehen zu sehen. Einige Hunderttausend Leute werden sich das auch anschauen.‘

Was ist die SELAF?

‚Grundsätzlich haben wir versucht mit der SELAF eine Brücke zu schlagen zwischen dem was sich in Südosteuropa und Ungarn gerade tut und der europäischen Szene die sich bereits etabliert hat. Letztes Jahr waren wir noch beschränkt auf Serbien und Slowenien. Dieses Jahr kommen Ungarn und Österreicher dazu. Wir versuchen das Know-How, welches Partner von und im Medienbereich haben zu nutzen. Einer davon ist spezialisiert auf den Vertrieb von Sportrechten, er verkauft NBA- und NFL-Rechte in diesem Teil von Europa und hat es auch geschafft die SELAF auf die Bildschirme zu bringen. Von meiner Seite kommt das Know-How im Umgang mit Printmedien."

Profit & Event

‚Was wir wollen ist, dass die Teams davon profitieren können. a) dass ein Startgeld verdient werden kann, b) dass ein guter Event organisiert wird und dadurch mehr Zuschauer kommen, damit dann c) das am Ende auch die Sponsoren erkennen. Es freut mich daher besonders, dass das Land Burgenland das erkannt hat und die Gladiators dafür gesondert fördert.‘

Wie sieht die SELAF die Gladiators?

‚Die Gladiators sind für mich eines der acht besten Teams in Österreich. Ich erwarte mir, wenn sie sich so weiterentwickeln, dass sie in zwei Jahren unter den Top 5 sind. Ich wünsche und erwarte mir auch von den Gladiators, dass sie bereits heuer, was die Zuschauerzahlen anbelangt, um den dritten Platz mitkämpfen. Das heißt nicht, dass das schon erreichbar wäre, aber es sollte ein Ziel sein, dass sie hinter den Vikings und Raiders das Team mit den meisten Zuschauern sind. Ich sehe das Einzugsgebiet der Gladiators vom Süden Wiens, das gesamte Burgenland entlang bis hinunter an die linke Mur-Seite nach Bad Radkersburg. Ich bin davon überzeugt, wenn man es richtig macht, dass man diese ganze Region ansprechen und begeistern kann. Rudersdorf als Schaltstelle in der Mitte gefällt mir gut."

Mehr Herz als die Konkurrenz

‚Wir hatten einige andere Bewerbungen, darunter auch aus Österreich. Wir haben die Gladiators erkannt als Team das Herz hat. Die Leute die es betreiben haben Herz und die Umgebung herum um das Team hat ein Herz für sie. Das war uns ganz wichtig und auch das die Medien diese Entwicklung dokumentiert und gefördert haben. Die wesentlichen Gründe für uns mit dem Team in Kontakt zu treten waren also sie, die Presse und die Fans, die das Team lieben.‘

Aufstockung 2008

‚2008 wird die SELAF aufgestockt. Uns liegen Bewerbungen aus Kroatien, Russland, der Türkei, und Polen vor – wir müssen uns nur noch überlegen, wie wir das strukturieren. Wir wollen es langsam wachsen lassen, sehen 2008 acht Teams in der SELAF."

Duell gegen Vukovi

‚Belgrad ist ein Team mit derzeit 130 Spielern und vier amerikanischen Trainern aus San Diego State, Alabama State und Princetown. Es gibt auch Trainer die spielen können. Sollten die Gladiators also Amerikaner in der SELAF einsetzen, was ich vermute, so könnte es durchaus sein, dass auch wir amerikanische Spieler einsetzen.‘

‚Die Gladiators sind in eine Gruppe gelost mit Ljubljana, gegen die sie zwei Mal spielen, haben also ganz gute Chancen hier die Playoffs zu erreichen.‘

‚Wir legen sehr viel Wert auf Showelemente. In der Pause spielt in Belgrad immer eine sehr bekannte Band und das Team hat herzeigbare Cheerleader. Dazu gibt es zwei gute Nachrichten. Die eine ist: die Mädchen sind alle über 16 und die andere: wir bringen sie auch sicher mit.‘

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