Chaos Wochen nach EM-Titel

Es hätte eigentlich die schönste Zeit des Jahres für den American Football Bund Österreich werden sollen, als man Ende Oktober mit dem Nationalteam zum ersten Mal Deutschland schlug und im Anschluss den EM-Titel erfolgreich verteidigen konnte. Doch es kam ganz anders. Tags darauf schmiss Erfolgstrainer Max Sommer alles hin und rechnete mit der Verbandsführung scharf ab. Und als wäre der dadurch entstandene Schaden noch nicht groß genug gewesen, musste der AFBÖ Anfang der Woche den sportlichen Ausgang seiner Austrian Football League annullieren und den eigentlichen Verlierer des Finalesvier Monate nach der Jubiläums Austrian Bowl, zum Staatsmeister am grünen Tisch erklären. So weit, so unlogisch, bestätigte der Verband damit unfreiwillig den Vorwurf der Unprofessionalität seitens seines Ex-Teamchefs, der auch mehrfach den Zustand der Bundesliga monierte und eine Reform wollte.
Noch weniger zu verstehen ist die Sache, wenn man sie genauer betrachtet.

Es ging um die falsche Deklarierung des Spielers Moritz „Mo“ Riedinger. Der ist alles andere als ein Unbekannter in der Footballszene und die Karriere des 26-jährigen Deutschen, die ist auch ausführlich dokumentiert: GFL, College Football, ELF und 2025 landete er dann bei den AFC Vienna Vikings. Die hätten ihn (weil er auf einem NCAA College war) als A-Klasse-Spieler anmelden müssen, taten das aber nicht. Heute spricht deren Präsident von einem „epochalen Fehler„, wundert sich aber gleichzeitig über die lange Zeit, die zwischen dem Titelgewinn und der Aberkennung liegt. Da stimme etwas nicht. Und da hat er vermutlich nicht ganz unrecht, denn schreibt u.a. die Kronen Zeitung, dass „aus Ligakreisen zu hören ist, dass der falsche Status des Deutschen allgemein bekannt war, aber „freundlich ignoriert“ worden ist …

Was immer das jetzt heisst. Entweder kennt niemand der zwei Dutzend Mitarbeiter und Funktionäre des Verbandes den Spieler, was hiesse man beschäftigt sich mit American Football gar nicht so intensiv wie man das meinen möchte, weil der Spieler doch über eine gewisse Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus verfügt, oder man wusste davon, sah aber „freundlich ignorierend“ darüber hinweg. Wie auch immer wird es im Jänner eine spannendere Generalversammlung des Verbandes als im Herbst noch erwartet geben.

Europaliga? Wie viele hätten sie gerne?

Wer nun die Hoffnung hat, dass wenigstens der europäische Football zu Höhenflügen ansetzt muss nicht ganz enttäuscht werden, aber von gemeinsamen Anstrengungen hat man sich wieder entfernt. So wie auch der amtierende Meister Stuttgart, der den Gang in die Insolvenz angetreten ist.

Nach der Trennung von der ELF, in Form der EFA, gab es kürzlich eine zu Tränen rührende Wiedervereinigung. Allerdings bei weitem nicht mit allen abtrünnigen Franchises – die Vienna Vikings, Rhein Fire, Wroclaw und Berlin ließen die Reunited Party aus. Die haben nun offenbar unter dem Namen „American Football League Europe“ kurz AFLE, das Ligaprojekt „The League Europe“ vorgestellt. Es sei schon alles in trockenen Tüchern eingetütet: Finanzierung, Angestellte, Medienpartner und in Monaco wird jetzt auch Football gespielt. Der Ligastart soll bereits 2026 passieren.

Das ist alles aktuell nicht überprüfbar, da die Herren, die der ELF mangelnde Transparenz vorhielten, sich selbst gerade nicht in die Karten schauen lassen. Und das ist wörtlich gemeint, denn es scheint sich um ein Machtspiel mit der ELF zu handeln, die allen Anschein erweckt, 2026 auch wieder an den Start zu gehen. Was man kennt, ist die Anschrift der neuen „Liga“: Eine virtuelles Büro in Wyoming.

Party, Party

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WM Ticket gefällig?

Noch 260 Tage bis zur vielleicht bedeutendsten Flag-Football-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Von 13. bis 16. August 2026 trifft sich in Düsseldorf die Weltelite. Die jeweils 16 besten Damen- und Herrennationalteams spielen nicht nur um WM-Medaillen, sondern auch um nichts Geringeres als die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Denn: Wer in Düsseldorf eine Medaille gewinnt, ist automatisch für Olympia qualifiziert.

Für Österreichs Damen und Herren – beide Vizeeuropameister 2025 – bringt die aktuelle Auslosung nun Klarheit über die kommenden Aufgaben

In diesem Sinne: Wenn alle Stricke reissen, kann man sich noch an Flags klammern!

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