Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen der Bundesregierung trafen alle Menschen in Österreich hart. Auch der Sport stand lange Zeit zur Gänze still. Noch heisst es für einen Ligabetrieb Football in Österreich „Bitte Warten“. 

Football in Zeiten von Corona

Wir haben die Vereine in ganz Österreich gefragt, wie sie die Krise gemeistert haben, wie es ihnen aktuell geht und was ihre Pläne für die Zukunft sind. Aus allen Ligen, mit zum Teil völlig unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen.

Die Asperhofen Blue Hawks aus der Division 3 haben die Krise relativ gut überstanden. Sie könnten sich vorstellen heuer sogar, mit viel wenn und aber, noch eine Meisterschaft zu spielen. Die Statements übermittelte uns für den Klub Simon Spalenka von Blue Hawks Media Team.

Um die gesundheitlichen Auswirkungen der Krise abzufedern, haben die Blue Hawks den Trainingsbetrieb unterbrochen und erst mit Anfang Juni – unter Einhaltung der geltenden Empfehlungen des AFBÖ – sowohl in der Kampfmannschaft als auch im Nachwuchs in Kleingruppen wieder aufgenommen. Anfallende Kosten konnten in der trainingsfreien Zeit weitestgehend ausgesetzt werden.

Bislang hat der Verein erfreulicherweise keine Mitglieder verloren. Im Gegenteil, die Trainingsbeteiligung seit dem Re-Start ist ungemein hoch. Die Spieler sind äußerst motiviert und der gesamte Verein freut sich, dass zumindest wieder ein eingeschränkter Trainingsbetrieb stattfinden kann.

Da alle Positionen im Verein ehrenamtlich besetzt sind, müssen auch keine Gehälter ausbezahlt werden. Auch die Coaches verzichteten während der trainingsfreien Zeit freiwillig auf ihren Fahrtkostenzuschuss.

Wenig Einnahmen, wenig Kosten

Nachdem heuer auch noch keine Gamedays stattgefunden haben, sind natürlich auch sämtliche direkt und indirekt budgetierten Gameday-Aufwände wie Reisekosten, Referees, Sanitäter etc. bisher nicht angefallen. Die finalen finanziellen Auswirkungen des Jahres 2020 sind derzeit aber noch sehr schwer absehbar, da noch nicht klar ist, ob Spiele (und somit Ticketeinnahmen, Event-Sponsoring etc.) stattfinden werden. Grundsätzlich ist die Finanzlage des Vereins, auch dank seiner Sponsoren, derzeit nach wie vor sehr stabil ist. Es gibt keine Unterstützung seitens der öffentlichen Hand.

Am meisten fehlt normales Training mit Kontakt sowie die Gamedays, um den Spielern Einsätze und den Fans tolle Events zu ermöglichen. Dadurch sind leider auch die Möglichkeiten eingeschränkt neue Spieler anzuwerben. Ohne klassisches Football-Training und ohne öffentliche Auftritte gestaltet sich die Anwerbung von interessierten Rookies derzeit äußerst schwierig.

Im Moment wartet der Klub wir gespannt die weitere Entwicklung ab. Etwaige weitere Lockerungen durch den Gesetzgeber und Konzept seitens des AFBÖ, ob eine verkürzte Saison oder aber eine andere Art des Spielbetriebs im Herbst stattfinden kann.

Meisterschaft: Ja, aber …

Die Einstellung der Blue Hawks zu einem möglichen Spielbetrieb im Herbst lautet:
Wenn der Gesetzgeber (und damit sein Expertenrat) den Kontaktsportarten zeitnah die Möglichkeit eröffnet, ihren Sport wieder aktiv auszuüben, wir in der Lage sind, sämtliche Auflagen seitens des Gesetzgebers sowie des Verbands einzuhalten, uns ausreichend Vorlaufzeit für richtiges Football-Training (inklusive Kontakt) eingeräumt und uns im Falle von Geisterspielen finanziell maßgeblich unter die Arme gegriffen wird (um den Ausfall der Zuschauereinnahmen zu kompensieren), würden sie heuer sehr gerne noch Football spielen.

Die Zielvorgabe für die Kampfmannschaft in der Saison 2020 (Einzug in die Playoffs) wird man nicht verwerfen, sondern gegebenenfalls in die Saison 2021 mitnehmen. Ebenso ins kommenden Jahr wird notfalls auch den für heuer geplante erstmaligen Start des Nachwuchsteams in der Flag Liga Jugend.

„Ganz grundsätzlich haben wir nicht vor, uns von den Umständen aus der Bahn werfen zu lassen. Wie halten an unseren geplanten Vorhaben – auf dem Feld sowie abseits des Feldes – auch weiterhin fest.“ so die Niederösterreicher.

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