Die IFAF Flag Football Weltmeisterschaft 2026 in Düsseldorf-Garath endete mit einem historischen Spektakel: Während Kanadas Frauen die schier unschlagbare Siegesserie der US-Amerikanerinnen in einem Krimi beendeten, verteidigten die US-Herren ihren Weltmeistertitel. Neben den Medaillen wurden auch die ersten begehrten Tickets für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vergeben.

Sensation bei den Damen: Kanada entzaubert Titelverteidiger USA

Im Finale der Frauen erlebten die Fans in Düsseldorf ein dramatisches Herzschlagfinale. Kanada setzte sich in letzter Sekunde durch einen entscheidenden Defensiv-Stopp knapp mit 27:20 gegen die USA durch und verhinderte damit den vierten WM-Titel der US-Amerikanerinnen in Folge. Für Kanada ist es der dritte IFAF-Weltmeisterschaftstitel der Geschichte und der erste seit 2014. Als wertvollste Spielerin (MVP) des Turniers wurde Kanadas Quarterback Sara Parker ausgezeichnet.

Den Bronze-Rang und damit das begehrte Olympia-Ticket sicherte sich Mexiko mit einem hauchdünnen 20:19-Erfolg über Großbritannien.

US-Herren holen sechsten Titel in Folge trotz Dämpfer

Bei den Männern sicherten sich die USA die sechste WM-Krone in Serie, mussten auf dem Weg dorthin allerdings so hart kämpfen wie noch nie. Nach dem Verlust ihrer 14 Jahre andauernden Ungeschlagenheit durch eine Vorrunden-Niederlage gegen Amerikanisch-Samoa und zähen Knockout-Spielen, rief das US-Team im Endspiel seine Höchstleistung ab. Die US-Boys besiegten Überraschungsfinalist Italien souverän mit 46:26. Turniersieger und MVP wurde Darrell „Housh“ Doucette.

Im Spiel um Platz 3 behielt Kanada gegen Mexiko mit 34:26 die Oberhand und schnappte sich die Bronze-Medaille.

Die Meilensteine zur Olympia-Premiere LA28

Da die USA als Gastgeber für das sechsköpfige Olympia-Turnier 2028 fix qualifiziert sind, wurden in Düsseldorf jeweils zwei direkte Startplätze vergeben:

  • Herren: Italien (Silber) und Kanada (Bronze) sichern sich die Tickets neben den USA.
  • Damen: Kanada (Gold) und Mexiko (Bronze) buchen die Olympia-Startplätze neben den USA.

Für die verbleibenden drei freien Plätze pro Geschlecht führt der Weg über die kontinentalen Meisterschaften 2027. Die jeweiligen Finalisten kämpfen 2028 bei der Olympic Qualifying Series in Montreal und Orlando um die letzten Olympia-Tickets.

Rekorde abseits des Feldes & Enttäuschung für Österreich

Das Turnier setzte mit einer geschätzten globalen Reichweite von 180 Millionen Zuschauern neue Maßstäbe für den Sport. 42 Prozent aller Spiele wurden mit einem Score oder weniger entschieden. IFAF-Präsident Pierre Trochet sprach von einer „neuen Ära“ des Flag Footballs.

Aus heimischer Sicht verlief das Turnier in Deutschland hingegen ernüchternd: Österreichs Damen beendeten die WM auf Platz 6, während die Herren nicht über den 15. Gesamtrang hinausikamen.

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