Gemischte Gefühle am ersten Spieltag der IFAF World Flag 2026 in Düsseldorf: Während Österreichs Frauen mit zwei Siegen gegen China und Frankreich vorzeitig das Ticket für das Viertelfinale lösten, gerieten die Herren nach einer klaren Auftaktniederlage gegen Kanada gewaltig unter Zugzwang. Am Freitag geht es für beide AFBÖ-Equipes um alles.
Souveräner Start für das AFBÖ-Damen-Nationalteam: Die Mannschaft von Head Coach Robert Riedl erwischte einen Einstand nach Maß in den WM-Turniertag. Dank einer dominanten ersten Halbzeit (22:7) setzten sich die Österreicherinnen am Ende kontrolliert mit 35:27 gegen China durch (zur Spielstatistik).
Das zweite Gruppenspiel gegen Frankreich entwickelte sich anschließend zu einem echten Krimi. Nach einer 16:13-Halbzeitführung für Rot-Weiß-Rot schien die Partie knapp eine Minute vor dem Ende zu Gunsten der Franzosinnen zu kippen. Eine entscheidende Interception von DB Tabea Fiegl brachte Österreich jedoch tief in der heißen Phase noch einmal in Ballbesitz. Wenige Sekunden vor Schluss servierte QB Saskia Stribrny den spielentscheidenden Touchdown-Pass auf WR Franziska Sottner zum dramatischen 23:19-Endstand (zur Spielstatistik).
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Frauen spielen am Freitag um den Gruppensieg
Mit den zwei Erfogserlebnissen im Rücken steht das Damen-Team bereits vorzeitig unter den besten acht Mannschaften des Turniers. Am Freitag um 10:30 Uhr (Feld 1) wartet das finale Gruppenspiel gegen Europameister Großbritannien. Es ist die Neuauflage des EM-Finales von 2025 – und gleichzeitig das direkte Duell um Platz eins in der Gruppe. Das Viertelfinale steigt unabhängig vom Ausgang erst am Samstagvormittag.
Head Coach Robert Riedl resümiert: „Wenn wir so ein Spiel wie gerade gegen Frankreich 100 Mal spielen, gewinnen wir genau einmal – und das war genau heute. Wir haben bereits in der Früh gegen China eine richtig starke Leistung gezeigt und nun gegen Frankreich den unbändigen Willen bewiesen. Jetzt haben wir das ‚Bonusspiel‘ gegen Großbritannien in der Gruppenphase und wollen dieses natürlich gewinnen, um uns die bestmögliche Ausgangssituation für das Viertelfinale zu sichern.“
Dämpfer für Herren: Niederlage gegen Kanada sorgt für Siegeszwang
Keinen Wunscheinstand gab es hingegen für das Herren-Nationalteam. Während die eingeplante Partie gegen Nigeria wegen der Absage der Afrikaner automatisch als Sieg gewertet wurde, setzte es im einzigen aktiven Spiel des Tages eine deutliche 6:26-Niederlage (Halbzeit 0:20) gegen Kanada (zur Spielstatistik).
Head Coach Michael Salamon fand nach der Partie klare Worte: „Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel werden wird. Kanada ist ein gutes Team, sie sind aufgetreten und haben executed und wir nicht. Auf diesem Niveau ist kein Platz für kleine Fehler. Wir haben vor allem am Anfang keinen Zugriff auf das Spiel bekommen, dann in der zweiten Halbzeit war es schon zu spät. Wir wissen, was wir können, haben es jetzt nur nicht aufs Feld gebracht. Wenn wir unsere Leistung bringen, können wir jeden schlagen. Das wollen wir morgen gegen Japan zeigen.“
Da die Vorrunden-Partie gegen Nigeria aufgrund von Visa-Problemen entfällt, verbleibt den amtierenden Vizeweltmeistern nur noch ein Gruppenspiel. Am Freitag um 15:30 Uhr (Feld 2) muss gegen Japan zwingend ein Sieg her, um die Viertelfinal-Chance und damit den Traum vom Olympia-Ticket für LA28 zu wahren.
Statement win from @FootballCanada !
World number 10 Canada produce the upset of the tournament so far, beating world number 2 Austria.
Paul Lapolice headcoach says they can win gold!🥇
How far can they go? 👇 #FlagFootball #IFAF #RoadToLA28 #OlympicQualifiers pic.twitter.com/euN0wUrk1P
— Int’l Fed of American Football (@IFAFMedia) August 13, 2026
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