Nur wer denkt, dass es den Rot- schwarzen leicht gemacht wurde wäre beim Zuschauen eines besseren belehrt worden.
Sogar der Sportplatz hätte sich eher, ob des Dauerregens das Attribut Schlachtfeld verdient. Die Reaktion des Platzwartes nach dem Spiel war dementsprechend zu deuten.

Doch zurück zum Geschehen. Beide Mannschaften haben ein Naheverhältnis und spielten schon bei den Meisterschaftsvorbereitungen im letzten Jahr zwei Mal gegeneinander. Beide Male traten die Gunners als Sieger hervor und dies war auch sicher der Grund warum die Granden der Gunners, sprich Vorstand das Play off als Ziel vor der Meisterschaft angaben. Genau diese Pflichtsiege sind die unvorstellbar Schwersten und meist Unterschätzten. Meisterschaften egal in welcher Sportart gingen dadurch schon verloren.

Und genau mit dieser latenten Überheblichkeit begannen die Tiroler das erste Viertel und wären bald auf den Boden – diesmal einer besonders rutschigen Art – der Realität zurückgeholt worden. Die Gmundner erzielten Raumgewinn um Raumgewinn, welchen die Haller in den letzten 2 Spielen dem Gegner nicht zugelassen hätten. Und die Verteidigung der Rams trat der all zu hochnäsigen Offense so kräftig ins Kanonenrohr, dass die abgegebenen Schüsse eher zu kleinen Krachern mutierten, wie man sie vom Jahreswechsel her kennt. Nach dem Motto:"Außer einem kleinen Schrecken ist nichts passiert." So verwunderte es wirklich niemanden, dass die Rams als erste auf dem Scoreboard standen, nachdem ihnen ca. zwei Minuten vor Seitenwechsel ein Fieldgoal glückte.

Plötzlich wurde den Gunners die Lage bewusst und sie kamen wie ausgewechselt mit ihrem Angriff auf das Spielfeld zurück. Die so oft bekrittelte Offense Line rund um Center Kattey Andreas hielt und blockte was das Zeug hergab und half den Running Backs zu Raumgewinnen die normalerweise für 2 Spiele reichen würden. Innerhalb von 5 Drives erreichte man die gegnerische Endzone und versenkte die Kugel punktgenau, zum Halbzeitstand von 6:3 für die Auswärtigen.

Dadurch wachgerüttelt und aufgepuscht besannen sich die Gunners ihrer wieder gefundenen Stärken und kamen mit der selben Energie aus den Kabinen und erhöhten gleich mit dem ersten Spielzug auf 13:3. Die Rams ihrerseits steckten wahrlich nicht auf und kämpften sich auf dem so unwirtlichen Terrain zurück. Dieses Fumblewetter bescherte den Gastgebern einige Turnovers zu Gunsten der Gäste, die sich als dann auch nicht bitten ließen und den Endstand mit einem überraschenden Pass zum 20:3 herstellten. Schlußendlich konnten die Gunners nun doch einmal ihr Potential abrufen von dem sie schon anfangs der Saison ausgegangen sind, um Ihr selbst auferlegtes Ziel, nämlich das Erreichen der Play Offs. einen Schritt nähergekommen zu sein. Hervorzuheben auf Seiten der Gunners wäre diesmal, sicher neben der gesamtheitlich tollen Teamleistung, die O-Line die endlich das hielt was sie schon lange versprach.

Aussender: Tirol Gunners

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