Im „Footballerei Hautnah“-Podcast haben die Coaches Shuan Fatah und Martin Hanselmann die Insolvenz der Stuttgart Surge zum Anlass genommen, grundsätzliche Fragen nach wirtschaftlicher Verantwortung und Struktur im europäischen Football zu stellen. Beide sehen die Entwicklungen nicht als Einzelfall – Surge selbst weist die Vorwürfe zurück.
Stimmen aus dem Podcast
Shuan Fatah zeigte sich überrascht über die wirtschaftliche Entwicklung und sprach von fehlender Verantwortung:
„Da wird eine Truppe zusammengekauft für Geld, das man nicht hat. Ich weiß genau, wann meine Verantwortung beginnt. Wenn klar ist, dass wir die nächste Saison nicht antreten können, muss man aufhören.“
Er warnte vor Vertrauensverlust:
„Man verbrennt Investoren, Fans und Spieler. Man verkauft Träume, die es gar nicht gibt.“
Martin Hanselmann sah die Insolvenz als absehbare Folge struktureller Probleme:
„Man wollte mit Gewalt schnell groß werden. Am Ende bleiben die bunten Bilder – aber dahinter ist nichts.“
„Es wurde nicht solide gewirtschaftet. Irgendwann muss jemand sagen: ‚Es gibt kein Geld mehr.‘“
Reaktion aus Stuttgart
Surge-Pressesprecher Sascha Müller widersprach den Vorwürfen:
„Wir haben uns keine Meisterschaft erkauft. Unser Roster war drei Jahre konstant. 2025 haben wir effizient im Cap Space gewirtschaftet.“
„Der Titel ist allein die Leistung unserer Trainer und Spieler.“
Kurzbiografie: Shuan Fatah
- Jahrgang 1968, einer der erfolgreichsten Football-Coaches Europas
- u. a. Berlin Adler, Frankfurt Galaxy, Hamburg Sea Devils, Raiders Tirol
- mehrfacher Eurobowl-Champion
- ab 2026 erneut Head Coach der Raiders Tirol – deren internationale Perspektive angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa jedoch offen ist





















