Warum und wie es bei der Festnahme von Mike B. zu dessen Verletzungen (Prellung der Lendenwirbelsäule) kam, soll die Staatsanwaltschaft klären, so Mahrer gegenüber dem Österreichischen Rundfunk. Wiens Landespolizeikommandant gab zu, dass B. verwechselt wurde und räumte ein, dass die Polizei sich bei dem 34-jährigen Lehrer aus den USA dafür auch entschuldigen werde.

Grund für die Verwechslung sei demnach seine Statur und seine Kleidung (schwarze Jacke und schwarze Kappe) gewesen. In einer Aussendung der Wiener Polizei heißt es außerdem: "Grundsätzlich sind Verwechslungen von Personen mit ähnlicher Statur, Kleidung, etc. nicht auszuschließen. Durch Einhaltung der Mitwirkungspflichten seitens der Betroffenen an der Klärung des Sachverhaltes kann ein derartiger Irrtum jedoch rasch geklärt werden".

Damit unterstellt die Wiener Polizei B. indirekt, dass dieser einer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen sei. Der sagt allerdings, dass er gar nicht mehr zum "Mitwirken" gekommen sei.

15. Februar 09 | 19:40
Ex-Rangers Spieler von Polizei verprügelt
Englischlehrer mit Drogendealer verwechselt Einen Albtraum erlebte vergangenen Mittwoch ein ehemaliger US-Spieler der Rangers und Lehrer in Wien bei der Fahrt mit der U-Bahn zu seinem Arbeitsplatz.Mike B. ist Sport- und Englischlehrer an der Vienna International School. In den vergangenen Jahren sah man ihn des öfteren auch bei American Football Spielen im Jersey der Südstadt Rangers oder der Bratislava Monarchs. In der Vorwoche geriet B. aus heiterem Himmel auf das Radar der Wiener Drogenfahndung, die bei einem Zugriff auf Dealer in der Wiener U-Bahn Linie 4 B. verprügelt haben sollen. Jedenfalls erlitt er bei der Aktion so schwere Verletzungen, dass er stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Dabei befand sich B. lediglich mit einer Freundin, die ebenfalls Verletzungen erlitt, auf der Fahrt zu seiner Schule. B. hat als US-Amerkanischer Staatsbürger die Botschaft der USA eingeschaltet, auch die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt bereits. Die ganze Geschichte brachte die Tageszeitung KURIER auf. Mittlerweile finden sich auch Artikel im Standard, ÖSTERREICH und auf orf.at. B. ist offenbar lediglich auf Grund seiner Hautfarbe ins Fadenkreuz der Fahnder geraten. Wir wünschen Mike auf diesem Weg gute Besserung und dürfen zur Wahrung der Privatsphäre unsere Leser um Verständnis bitten, dass wir Mikes Nachnamen im Zusammenhang mit der Causa nicht veröffentlichen.

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