Die Weichen für die Premierensaison der American Football League Europe (AFLE) sind gestellt. Wie die Liga am 2. März 2026 offiziell bekannt gab, steht das Teilnehmerfeld für das geschichtsträchtige erste Jahr fest. Mit einer Mischung aus etablierten Schwergewichten und spannenden Neugründungen schickt die AFLE insgesamt acht Teams aus sieben verschiedenen Nationen ins Rennen, um die europäische Football-Landschaft nachhaltig zu prägen.
📍 AFLE Franchise Lineup 2026
8 Teams | 7 Nationen | 1 Ziel
Vienna Vikings
Rhein Fire
Berlin Thunder
Wroclaw Panthers
Alpine Rams
Paris Lights
Firenze Red Lions
Name tbd.
Expansion 2027: 🇮🇩 AS Monaco Football
Ein Fundament aus Tradition und Ambition
Das Teilnehmerfeld der AFLE liest sich wie ein „Who-is-Who“ des europäischen Footballs, ergänzt durch strategisch wichtige neue Standorte. Zu den Gründungsmitgliedern gehören mit den Vienna Vikings und Rhein Fire zwei der zugkräftigsten Namen des Kontinents. Ebenfalls mit dabei sind die Berlin Thunder und die Wroclaw Panthers, womit die Liga auf eine bewährte Basis in Deutschland und Polen setzt.
⚡️ Die „Causa Berlin“: Was ist mit Thunder?
Die Bestätigung von Berlin Thunder als Gründungsmitglied sorgt für Diskussionsstoff, da das Berliner ELF-Franchise zuletzt mit massiven finanziellen Turbulenzen und Insolvenzgerüchten (siehe Bericht auf Football-Austria) für Schlagzeilen sorgte.
Innerhalb der AFLE-Struktur scheint man einen klaren Trennungsstrich zur Vergangenheit zu ziehen. In Branchenkreisen wird davon ausgegangen, dass das Berliner Franchise für den Start in der AFLE auf ein neues Investoren-Modell setzt.
COO Moritz Heisler betonte in der Pressemeldung explizit, dass man sich auf Eigentümergruppen konzentriert habe, die „Transparenz und langfristige Stabilität“ garantieren. Das deutet darauf hin, dass Berlin in der AFLE unter einer neuen, finanziell abgesicherten Führung antritt, um die Altlasten der vergangenen Monate hinter sich zu lassen. Für die Fans in der Hauptstadt bedeutet das: Profi-Football in Berlin bleibt erhalten, aber unter deutlich strengeren wirtschaftlichen Kontrollen.
Besonderes Augenmerk liegt auf den neuen Projekten: Mit den Alpine Rams (Schweiz), den Firenze Red Lions (Italien), den Paris Lights (Frankreich) und einem noch zu benennenden Team in London (Großbritannien) deckt die AFLE wichtige Metropolen ab, die für die internationale Vermarktung und sportliche Vielfalt entscheidend sind.
Nachhaltigkeit statt Expansion um jeden Preis
COO Moritz Heisler betonte bei der Präsentation, dass bei der Auswahl der Standorte Stabilität vor Schnelligkeit ging. „Unser Ziel war nie eine rasche Expansion um jeden Preis“, so Heisler. Man habe sich bewusst auf Eigentümergruppen und Märkte konzentriert, die die Vision von Transparenz und langfristigem Wachstum teilen.
Dass dieser Kurs fortgesetzt wird, zeigt auch der Ausblick auf das Folgejahr: Bereits jetzt steht fest, dass ein Team aus Monaco die Liga ab der Saison 2027 verstärken wird. Dies unterstreiche laut Heisler das Engagement für eine kontrollierte und nachhaltige Erweiterung der Liga in strategisch wichtige Märkte.
Nächste Schritte: Spielplan und Territorien
Nachdem die Franchises feststehen, rücken nun die operativen Meilensteine in den Fokus. Absolute Priorität hat laut Liga-Mitteilung die Veröffentlichung des offiziellen Spielplans für den Sommer 2026 sowie die Definition der Homegrown-Territorien für die Standorte in London und Florenz.
Die AFLE, die als teamgeführte Liga von Hamburg aus gesteuert wird, verfolgt das Ziel, nach Jahren der Unsicherheit in Europa wieder professionelle Strukturen und Wettbewerbsfähigkeit zu etablieren. Mit dem nun fixierten Lineup ist der erste große Schritt in dieses neue Kapitel getan.
AFLE_PressRelease02Mar26






















Hallo,
ich weiß, dass es in diesem Artikel natürlich primär um den Start der ALFLE, deren Teams und Saisonbeginn geht. Ich finde aber, dass es sehr wichtig wäre, die EFA mit den Raiders und co. auch zu erwähnen. Diese in dem Bericht komplett zu ignorieren, gibt den Lesenden kein komplettes Bild der aktuellen Situation des europäischen Footballs.
Richtig erkannt, es geht um die AFLE. In den EFA Artikeln geht es um die EFA. Den jeweils anderen stets auch zu erwähnen, dieses Loretta-Syndrom wird nicht Platz greifen, weil auch sinnfrei.
Gut verstehe ich bis zu einem gewissen Grad. „Europas neue Landkarte steht“ ist aber trotzdem irreführend. Dazu der Subtitel „…Wir blicken auf die neue Landkarte des europäischen Footballs.“
Kann bitte endlich jemand den Verantwortlichen klar machen, dass so gut wie niemand auf zwei europäische Mini-Kasperl-Ligen wartet und das so langfristig nicht funktionieren wird. Man ist da scheinbar sehr mit sich selbst beschäftigt, verständlich, aber langfristig gedacht scheint das nicht zu sein.