Die European League of Football (ELF) GmbH hat beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz angemeldet. Während die heimische AFL gerade in ihre neue Saison startet, steht das ambitionierte Profi-Projekt vor den Trümmern seiner wirtschaftlichen Existenz.
Was viele Insider bereits befürchtet hatten, ist nun Gewissheit. Unter dem Aktenzeichen 67b IN 14/26 wurde am 23. März 2026 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der ELF GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Andreas Romey bestellt. Das Ende der Liga, die 2021 mit dem Versprechen angetreten war, den Football in Europa auf ein neues, professionelles Level zu heben.
Öffentliche Bekanntmachung, Gericht_ AG Hamburg, Aktenzeichen_ 67b IN 14_26Keine Eigenverwaltung – Ein harter Sanierungskurs steht bevor
Besonders brisant: Es handelt sich um ein klassisches Insolvenzverfahren ohne Eigenverwaltung. Das bedeutet, dass die bisherige Geschäftsführung rund um Zeljko Karajica die Kontrolle über die Finanzen und das operative Geschäft weitgehend an den Insolvenzverwalter abgeben musste. Gläubiger haben nun bis zum 26. Mai 2026 Zeit, ihre Forderungen anzumelden.
Die Nachricht trifft die Szene zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Während neue Ligen wie die EFA oder AFLE bereits in den Startlöchern stehen, droht dem europäischen Football damit eigentloch eine Zersplitterung in die Bedeutungslosigkeit.
Rheinische Post mit Monty Python-Vergleich
Während die ELF mit der Insolvenz kämpft, droht dem europäischen Football hinter den Kulissen ein völlig neues Chaos. Wie die Rheinische Post scharf analysiert, versinkt der Sport gerade in einem regelrechten Buchstabensalat aus neuen Verbänden und Ligen wie EFA und AFLE. Das Ganze erinnert fatal an die legendäre Szene aus Monty Pythons „Das Leben des Brian“: Man streitet sich lieber intern zwischen der „Judäischen Volksfront“ und der „Volksfront von Judäa“, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Statt Einigkeit zu zeigen, kocht jeder sein eigenes Süppchen, was am Ende vor allem eines bewirkt: Der Sport arbeitet an seiner eigenen Bedeutungslosigkeit.
Für die Fans bedeutet das vor allem Unsicherheit, da die Zersplitterung der Kräfte genau das verhindert, was der Football in Europa am dringendsten bräuchte – Stabilität. Die „Erben“ der ELF scheinen mehr mit Postengerangel und dem Erfinden neuer Abkürzungen beschäftigt zu sein, als mit einer nachhaltigen Struktur für Teams und Spieler. Wenn man sich das aktuelle Hick-Hack ansiehst, wird klar: Ohne eine Rückbesinnung auf gemeinsame Ziele droht der europäische Football zur bloßen Randnotiz zu werden, noch bevor er sein volles Potenzial überhaupt ausschöpfen konnte.





















