Gegründet wurde die neue Allianz von Frankfurt Galaxy, Rhein Fire, Madrid Bravos, Paris Musketeers, Tirol Raiders, Vienna Vikings, Prague Lions und Wroclaw Panthers. Mit Ausnahme von München, dem neuen Franchise aus Kopenhagen und Stuttgart, das sich erst nach der Saison dazu äußern will, damit alle sportlich relevanten Mitglieder der Liga. U.a. um Wettbewerbsfähigkeit geht es denen auch.
Das gemeinsame Ziel sei es „die Qualität, Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit des Tackle Football in ganz Europa zu steigern“, so die EFA in einer Aussendung. Wenig davon sieht sie unter den derzeitigen Umständen gegeben.
Man begrüße zwar die kürzlich von der ELF angekündigten Investoren, habe aber ernsthafte Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Mängel im Ligabetrieb. Es bestehe ein Mangel an Kommunikation und Transparenz, zudem registriere man finanzielles Missmanagement und ein Underperforming in den Bereichen Merchandise, Marketing, Reisen und Medien. Der Erfolg des Franchisesystems hänge von einem soliden Wissenstransfer und operativer Unterstützung vom Franchisegeber an seine Franchises ab. Beides würde weitgehend fehlen.
Die Vorwürfe sind nicht neu. Schon im vergangenen Jahr hörte man von Seiten etlicher Teilnehmer, dass die Kommunikation mit dem Hamburger Büro eine Einbahnstrasse sei. Nun will man eine Änderung, oder Konsequenzen aus dem Status Quo ziehen.
Die Liga wehrt sich gegen die Vorwürfe. Man sei immer noch ein Startup, habe in fünf Jahren Strukturen geschaffen, die es zuvor nicht im Ansatz gab, man habe internationale Strahlkraft und werde von Fans auf der ganzen Welt verfolgt, so die Liga gegenüber dem Portal von kicker.at. Tatsächlich ist die Anzahl ihrer Verfolger überschaubar. Die aktuellen TV-Zahlen im Kernland Deutschland befinden sich im Tiefflug, und bewegen sich zwischen 20-60.000 Zuschauer pro Spiel bei einem Marktanteil von einem halben Prozent. Fans in den Stadien sind auch nur bei einem Teil der Franchises. Auffällig ist: Es ist ziemlich genau jener Teil, der nun diese Allianz gegründet hat.
Nicht wettbewerbsfähig
Die EFA kritisiert weiters auch den Zustand jener Teams, die sich direkt in ihrem oder im Besitz ihrer Partner befinden oder von diesen finanziell unterstützt werden. Diese würden sowohl auf als auch neben dem Spielfeld durchweg unterdurchschnittliche Leistungen erbringen. Das werfe auch Fragen hinsichtlich der Sicherheit der Spieler, der finanziellen Zahlungsfähigkeit und der Professionalität des Spielbetriebs auf. Die zunehmende Häufigkeit von Blowouts, der Teilnahme nicht wettbewerbsfähiger Mannschaften, untergrabe die Glaubwürdigkeit der Liga und würde ihre langfristige Attraktivität für Fans, Sponsoren und Medienpartner gefährden. Die EFA konzentriere sich vor allem auf die Fans und möchte spannenden, qualitativ hochwertigen und in der Community verwurzelten Football bieten.
Martin Wagner, Gesellschafter von Rhein Fire, bringt es gegenüber der NRZ so auf den Punkt: „Es ist natürlich schwer, Tickets für kommende Spiele zu verkaufen, wenn man gerade in Berlin gegen einen besseren Trainingspartner gespielt hat.“
Sollte mit der ELF ein Turnaround nicht gelingen, wird es 2026 zur Spaltung kommen. „Die Mitglieder der EFA sind sich einig, dass wir in der aktuellen Konstellation 2026 nicht mehr spielen werden. Entweder die Liga erfüllt, was man versprochen hat, und zeigt zukünftig Transparenz, oder es wird 2026 einen alternativen Weg geben.“, erklärte die EFA.























