Die European Football Alliance (EFA) hat am 15. Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben, die Zusammenarbeit mit der European League of Football (ELF) zu beenden. Der Schritt folgt auf eine mehrwöchige Evaluierungsphase, die nach der Ankündigung möglicher gemeinsamer Strukturen Ende November eingeleitet worden war.
Im Zentrum der Prüfung standen laut EFA vor allem finanzielle Stabilität, Governance-Fragen sowie Transparenz. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Liga eindeutig aus: Die Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Partnerschaft seien nicht gegeben. Der Vorstand der EFA entschied daher, die formalen Beziehungen zur ELF mit sofortiger Wirkung zu kappen.
Stattdessen bekräftigt die EFA ihren Anspruch, sich als eigenständige professionelle Liga weiterzuentwickeln. Die Struktur orientiere sich bewusst am Modell der National Football League (NFL), bei dem die Liga gemeinschaftlich von den Franchises getragen wird. Zentrale Elemente seien dabei wirtschaftliche Nachhaltigkeit, klare Eigentümerstrukturen und eine starke Mitbestimmung der Teams.
Nach Angaben der EFA ist genau dieser Ansatz der Hauptgrund, warum sich mehrere der traditionsreichsten und erfolgreichsten Football-Marken Europas der Allianz angeschlossen haben. Die Liga betont zudem, dass der operative Betrieb sowie die Planung für die Saison 2026 vollständig abgesichert seien.
Zu den aktuellen Mitgliedern der EFA zählen:
- Frankfurt Galaxy (Deutschland)
- Madrid Bravos (Spanien)
- Nordic Storm (Dänemark)
- Paris Musketeers (Frankreich)
- Prague Lions (Tschechien)
- Raiders Tirol (Österreich)
- London Football Team (Großbritannien)
- Milan Football Team (Italien)
Die EFA kündigte an, den Fokus nun vollständig auf die Vorbereitung der kommenden Spielzeit zu legen und den Fans auch 2026 professionellen American Football auf höchstem europäischem Niveau bieten zu wollen.
Analyse: Zwei Visionen, ein Bruch – was die Trennung für den europäischen Football bedeutet
Die Aufkündigung der Zusammenarbeit zwischen EFA und ELF ist mehr als ein organisatorischer Schritt – sie ist ein grundsätzlicher Richtungsentscheid. Während die ELF weiterhin auf ein zentralisiertes Liga-Modell setzt, positioniert sich die EFA bewusst als franchise-getragene Liga mit starker Eigenverantwortung der Teams.
Im Kern geht es um Vertrauen, Kontrolle und Geld. Die EFA macht keinen Hehl daraus, dass aus ihrer Sicht die geforderten Mindeststandards in Sachen finanzieller Transparenz und Governance nicht erfüllt werden konnten. Der Verweis auf das NFL-Modell ist dabei kein Zufall: Die Allianz sieht darin das einzige langfristig erfolgreiche Modell für professionellen Sport.
Für den europäischen Football bedeutet diese Entwicklung vorerst keine Konsolidierung, sondern weitere Fragmentierung. Zwei konkurrierende Ansätze stehen sich gegenüber – beide mit namhaften Marken, beide mit internationalem Anspruch. Ob der Markt langfristig Platz für mehrere professionelle Ligen bietet, bleibt eine der zentralen Fragen der kommenden Jahre.
Besonders spannend ist die Rolle jener Clubs, die in beiden Systemen bereits Erfahrungen gesammelt haben. Für Teams wie die Raiders Tirol wird die Stabilität der jeweiligen Liga, nicht die Größe der Vision, zum entscheidenden Faktor.
Klar ist: Der europäische Football befindet sich weiterhin in einer Phase des Umbruchs. Die Entscheidung der EFA setzt ein deutliches Zeichen – für Unabhängigkeit, aber auch für Konfrontation statt Annäherung.
EFA Statement – Termination of Cooperation with ELF
























Sind es dann nicht drei? ELF ist eine Liga. Die EFA eigentlich keine Liga, sondern waren zuletzt „nur“ die Teams. Wird daraus nun eine Liga? Und was ist die andere Liga mit der Bezeichnung AFLE? Wären somit schlussendlich drei. In Summe als Fan nicht wirklich überschaubar.
Das ist doch alles ein riesiger Bullshit, da kennt sich am Ende niemand mehr aus, die Fans wissen nicht wohin, die Ligen mit unter 10 Teams werden uninteressant, der Misserfolg vorprogrammiert.
Da freu ich mich auf die AFL, außer es passiert sowas wie letztes Jahr, mit dieser komplett wahnsinnigen Aberkennung des Meistertitels.
Das zieht sich scheinbar durch die Footballszene, sich ständig ins eigene Fleisch zu schneiden.