Black Monday mit umgekehrten Vorzeichen. Nicht ein Team feuert seinem Coach, sondern ein Coach haut den Hut drauf und kassiert dafür noch eine nette Summe.
Die Bills traf die Nachricht, den überraschten Reaktionen von Management und Spielern nach zu urteilen, aus heiterem Himmel: Head Coach Doug Marrone macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch, nimmt noch vier Millionen Dollar Abfertigung und schmeisst seinen Job bei Buffalo einfach hin. Letzter Arbeitstag war der 31. Dezember 2014 – Marrone hat bereits seinen Schreibtisch geräumt.
Der 50-jährige Marrone war das zweite Jahr Trainer bei den Bills (Bilanz 15 Siege, 17 Niederlagen). Heuer verhalf er die Franchise zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder zu einer Winning Season. Das Playoff verpasste das Team aus New York aber erneut, zuletzt erreichte Buffalo im Jahr 1999 die Post Season der NFL. Zwei Tage vor Marrones Ausstieg verkündete Quarterback Kyle Orton sein Karriereende, der heuer den schwachen E.J. Manuel ersetzte.
Über die Beweggründe Marrones wird ebenso spekuliert, wie über seine nächste Trainerstation. Neo-Teambesitzer Terry Pegula wirkte von dem Schritt völlig überrascht und zeiget sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. Der Plan der Bills soll sein, mit Bill Polian oder Mike Holmgren einen übergestellten Sportdirektor zu installieren, was Marrone Gerüchten nach gar nicht gefallen hätte.
Es könnte alles noch schlimmer für die Bills kommen. Marrones ehemaliger Arbeitgeber, die New York Jets, zeigten sofort "vgroßes Interesse" an ihrem OL-Coach der Saisonen 2002 bis 2005. Die New Yorker feuerten am Black Monday Head Coach Rex Ryan und General Manager John Idzik.

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