Gemeinsamer Weg nach sportlichen Einschnitten

Bereits im vergangenen Jahr begann eine enge Zusammenarbeit im Bereich Tackle Football zwischen den Amstetten Thunder und den Mostviertel Bastards. Während die Thunder über viele Jahre hinweg zu den Fixstartern der Division 1 zählten, den Silver Bowl 2018 gewannen und 2019 sogar in der höchsten österreichischen Spielklasse antraten, führten zahlreiche Retirements sowie Abgänge in die European League of Football zuletzt zu personellen Engpässen.

Spätestens nach dem Halbfinale der Saison 2024 wurde deutlich, dass die verbliebene Kadergröße eine weitere Teilnahme an der Division I nicht mehr zuließ.

Erfolgreiche Kooperation mit den Bastards

Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Mostviertel Bastards entwickelte sich rasch zu einer sportlichen Erfolgsgeschichte. Die Bastards erreichten 2024 nicht nur die Challenge Bowl der Division III, sondern krönten eine perfekte Regular Season schließlich mit dem Sieg in der Challenge Bowl XXI.

„Sowohl Spieler als auch Coaches der Amstetten Thunder haben sich sehr schnell in die Strukturen und die Community der Bastards integriert. Viele kannten einander bereits aus früheren Stationen“, erklärt Head Coach Andreas Baumann.

Die Vereine im Überblick
Neuer Name für den gemeinsamen Auftritt

Schon während der Saison reifte der Entschluss, den eingeschlagenen Weg auch langfristig gemeinsam fortzusetzen. Klar war dabei auch, dass dieser Schritt mit einem neuen gemeinsamen Auftritt verbunden sein sollte.

In einem strukturierten Namensfindungsprozess wurden zahlreiche Vorschläge gesammelt, eingegrenzt und schließlich präsentiert. Die Entscheidung fiel letztlich auf einen Namen mit starkem regionalem Bezug: Mostviertel Dukes. Unter diesem Namen wird das Team künftig in der Division 2 der Austrian Football League antreten.

„Die Dukes nehmen Bezug auf die Babenberger Herzöge, die im Herzen des Mostviertels über das Herzogtum Ostarrichi herrschten“, erklärt Obmann-Stellvertreter Günther Prinz.

Franz Theuretzbacher, Konstantin Mader, Florian Rainer, Kevin Gattringer, Günther Prinz (vlnr)
Franz Theuretzbacher, Konstantin Mader, Florian Rainer, Kevin Gattringer und Günther Prinz (vlnr)
Traditionen bleiben, Strukturen wachsen

Trotz neuem Namen betonen die Verantwortlichen, dass Bewährtes erhalten bleibt. „Unsere Traditionen bleiben bestehen. Auch unsere Arbeitsweise werden wir beibehalten und kontinuierlich weiterentwickeln“, so Obmann Franz Theuretzbacher.

Ziel sei es weiterhin, einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung des American Football im Mostviertel und in Österreich zu leisten – mit Angeboten für Jugendliche, Erwachsene sowie Damen im Tackle- und Flag Football.

Starke Infrastruktur als Fundament

Ein wesentlicher Faktor für den Zusammenschluss ist die bestehende Infrastruktur in Sarling. Trainings- und Hauptspielfeld mit Tribüne, Flutlichtanlage, Kabinengebäude mit Gym sowie Besprechungsräume bieten ideale Voraussetzungen für die sportliche Weiterentwicklung.

Auch politisch wird das Projekt positiv aufgenommen. Bürgermeisterin Ulrike Schachner betont: „Die Mostviertel Dukes zeigen, wie Football als Teamsport unsere Gemeinde zusammenbringt und Jung und Alt begeistert.“

Hauptsponsor vorgestellt – Nachwuchs bleibt eigenständig
Mostviertel Dukes
Mostviertel Dukes Ring Ceremony

Im Rahmen der Ring Ceremony zur Challenge-Bowl-Meisterschaft wurde zudem der neue Hauptsponsor präsentiert: Gattringer & Mader werden künftig die Dukes unterstützen und auf den Dressen präsent sein.

Gleichzeitig bleibt die Vereinslandschaft im Mostviertel vielfältig. Die Flag-Football-Jugend tritt vorerst weiterhin als Mostviertel Bastards an, die Bastardettes gehen 2025 in einer Spielgemeinschaft mit den Ebenfurth Mustangs und den Vienna Vikings an den Start, während die Flag Football Ladies der Amstetten Thunder eigenständig bleiben.

Blick in die Zukunft

„Der Football im Mostviertel wächst zusammen und zeigt weiterhin großes Entwicklungspotenzial“, fasst Obmann Franz Theuretzbacher zusammen. Mit einer schlagkräftigen Kampfmannschaft, breiter Nachwuchsarbeit und Angeboten für Damen soll der neue gemeinsame Weg nachhaltig fortgesetzt werden.

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