Ein alter Bekannter in Österreich, trainierte er bereits die Oscar Dinos und Klosterneuburg Mercenaries in den 90er Jahren.
Max Seitz als Ersatzoperndirektor las es und ging zu den Streichern und Bläsern hin um ihnen anzuschaffen es einzustudieren bis der Chef kommt. Gestern war Generalprobe und die ging gehörig in die Hose. Eine etwas andere Konzertkritik von Armin Schneider, mit vertont von Walter H. Reiterer.

Da manche Stamm Musiker zu selten zur Probe kamen, spielten sie während der Aufführung nur die zweite Geige. So auch überraschend FB Valentin Kopatz, der nur in der Defense und da nur in der ersten Hälfte zum Einsatz kam. Noch dazu schmerzte das Knie – Kopatz duschte nach dem zweiten Satz, spielte im dritten und vierten gar nicht mehr mit. Dafür wurden ‚jungen Talenten eine Chance gegeben‘, so Max Seitz.

Der Kartenvorverkauf lief schleppend – die Abendkasse zählte 50 Zuschauer am Open Air Gelände. Generalgeprobt wird aber immer, also legte man los.

Invaders 4 und aus – Bobcats 4 und aus – Invaders 4 und aus. Punt hüben – Punt drüben – Punt hüben – Punts üben. Es ist naß, dafür nicht warm. Angeblich wird Football gespielt und die Dragons und Bruins schauen auch zu. Da gehören sie auch hin. Das nennt sich scouten. Dann machten die Tschechen Schluß mit dem Spiel, gaben den Ball nimmer mehr zurück, sondern ihr QB mit der Nummer 2 schleuderte (so sagt es der Armin) auf den WR mit der Nummer 81. Die Bobcats hatten ihren Roster auf einen (so sagt es der Armin) Käsezettel und (so sagt es der Armin) noch dazu alles auf Kyrillisch aufgeschrieben. Kyrillisch kann er nicht der Armin, obwohl er in einem Sprachinstitut arbeitet. Jedenfalls nach der Schleuderung (Umdrehungszahl unbekannt) fing der Empfängerluchs den Ball vom Schleuderluchs, und da der Kickerluchs den Ball auch noch zwischen die beiden Stangen des Goals am Anheuser Busch Field plazierte, stand es 0:7 für die Besseren.

Die Invaders blieben aber fair, sprich bei 4 und aus – Punt. Wieder packte der Bobcats QB seine Schleuder aus, traf diesmal damit jedoch Linebacker G. Wehringer, was auch in Tschechien als Interception verflucht wird. Die Niederösterreicher erwachten langsam aus ihrem Dornröschenschlaf. Auch der Invaders QB mit der Nummer 11 (war der auch auf Kyrillisch, weil kein Name dabei steht?) – also ich (Walter) nehme an Markus Sandler – schleuderte (Armin bleibt dabei) zu Markus Schindele. Der lief mit dem ausrotierenden Ball in die Endzone, Willi Grapfl verwertete den Extrapunkt zum 7:7.

Den nächsten Drive der Luchse konnten die, die auch schon in Texas spielten, stoppen. Das haben sie nämlich genau dort gelernt. Man meinte nun geht es los, tatsächlich war das der Beginn einer Miserie, sagt er Armin, Misere sage ich. Wobei eine Misere in Serie eine Miserie ist. Wo er recht hat…

Nun passierte etwas Sonderbares. Ich (Walter) würde es kaum für möglich halten, würde Armin nicht schwören, daß es so passiert ist. Markus Schindele fängt erneut einen Paß, schenkt! diesen aber dem Spieler der Bobcats mit der #24. Das ist ein im Football an sich höchst unüblicher Spielzug (ca. so selten wie Schleudern), aber (noch) nicht durch Regeln in Österreich verboten. Die #24 machte damit einen Touchdown und ein Extrapunkt kam noch dazu. 7:14.

Weiter waren die Tschechen im Vormarsch. Sie versuchten sich an einem Fieldgoal, doch dieses wurde von der Invaders #33 geblockt. Das war gut. Was schlecht war, daß er nicht in der Endzone abkniete, sondern aus jener hinauslief und an der eigenen 3 Yard Linie zu Boden gebracht wurde. Aus dieser Lage mußte man sich in Folge mit einem Punt befreien, der aber ebenso wie das Fieldgoal zuvor einem Block zum Opfer fiel. Das war nicht nur schlecht, sondern führte zu einem Safety für die Tschechen. 7:16, wenn ich richtig mitgezählt habe.

Zu guter Letzt verlor der (laut Armin Schneider) an sich phänomenal spielende Invaders QB Markus Sandler den Ball beim Scramblen. Den Fumble recoverte der Spieler #57 der Bobcats. Doch der Invader mit der Nummer 87 (auch Kyrillisch?!) brachte mit einer Interception das Heimteam wieder ins Spiel. Das nutzte Andreas Inzinger zum letzten Touchdown. 13:16. Der PAT wurde nicht verwertet. Die Zeit war weit fortgeschritten und die Gäste konnten zuerst abknien und dann ihren Sieg bejubeln. Zu recht, denn verloren sie im Vorjahr noch deutlich, konnten sie heuer einen knappen Sieg erringen. Das nennt sich Fortschritt aus tschechischer und Rückschritt nach österreichischer Lesart.

Was war los? Armin Schneider analysiert. Die Invaders haben ihre Offense umgestellt & probierten andere Spielzüge ihres neuen HC Mendez aus. Das Spiel ist daher nicht überzubewerten. Einige Schlüsselspieler fehlten, doch dies ist keine Ausrede dafür, das teilweise ein DB der Invaders zwei WR der Bobcats decken mußte, da der Safety schlief. Resultat: TD Bobcats. Die anwesenden Dragons & Bruins bemängelten dies.

Stimmen nach den Spiel
Eldon Cunningham rief mich nach dem Spiel an & fragte "Armin, what’s the score?" Er konnte es nicht fassen, daß "seine" Ex-Invaders verloren haben. Außerdem ist er der Meinung, daß der neue Headcoach eine Art von Offense spielen will, für die die Invaders nicht das Personal hätten. Er hofft, daß einige Leute ihm nächste Woche am Sonntag in Salzburg besuchen kommen, denn da spielen die Munich Cowboys gegen die Salzburg Bulls.

Mich rief er auch an und fragte mich ‚Walter, what’s the score?‘ Er konnte es nicht fassen, daß ich am Tivoli war und nicht bei ’seinen‘ Invaders.

Robert Katzmayer (Dragons) & Roland Wirthel (Bruins) meinten dazu (sagt Armin): "Es ist nicht gut so kurz vor Saisonbeginn die Offense umzustellen, da sie dann nicht eingespielt ist & viele Fehler auftreten werden"

Katzmayer und Wirthel im Chor stelle ich mir (Walter) amüsant vor. Einer der beiden weiß zumindest genau wovon er spricht, wenn es um Umstellungen kurz vor Saisonbeginn geht.

Ich meine (Armin), daß die beiden Herren recht haben. Die "Veer"- Offense der Invaders war gut & schwer zu verteidigen, da sie gut gespielt wurde. Never change a winning system. Recht hast, Armin! Meine ich, Walter.

Invaders Gameday
Mal was anderes. Keine Invaders Bar, keine ‚Statistik Gerüste‘, keine Hot Dogs, schon gar keine Texas Chilli Cheese Dogs oder Steaksemmeln. Ersatz: Kantine mit Frankfurter oder Debreziner. Armer Armin Schneider fuhr hungrig nach Hause, weil er keine Würstchen ißt. DJ ‚Goosie‘ rockte das Haus der 50 die kamen. Sollte der Texaner am Ende doch mehr getan haben als nur geredet? Wir wissen mehr beim ersten amtlichen Gameday.

St. Pölten Invaders vs Príbram Bobcats 13:16
(0:7/7:9/6:0/0:0)
25.03.2006, Kick Off: 14:00h,
Anheuser Busch Field, St. Pölten,
Zuschauer: 50
Referees: Bremser K. / Tod / Bremser D. / Kupka / Bauer

Football-Austria.com Spielbewertung
Spielniveau: 
Ambiente: 
Unterhaltungswert:
Football-Austria.com MVPs:
Markus Sandler (Invaders)

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