Die Vienna Vikings besiegen die Paris Musketeers in einem wahren Football-Krimi. Das Wiener Franchise hat im Spitzenspiel der European League of Football seine Titelambitionen unter Beweis gestellt. Mit einem hart erkämpften 40:33-Auswärtssieg feierten die Wiener ihren siebten Sieg im achten Spiel. Sie behaupten damit weiterhin – vor den Wroclaw Panthers – die souveräne Führung in der East Division. Paris rangiert an zweiter Stelle der West Division hinter Stuttgart.
Beide Teams starteten nervös in eine Partie auf Augenhöhe, wobei verpasste Chancen die erste Hälfte prägten. Nach dem Halftime steigerten sich beide Offensivreihen merklich. Während die Wiener Offense um Quarterback Ben Holmes immer wieder Lücken in der ansonsten so stark agierenden Pariser Verteidigung fand, hatte die Defense der Vikings – auch aufgrund einiger verletzungsbedingter Ausfälle – alle Hände voll zu tun, um das französische Team in Schach zu halten.
Spielentscheidende Aktionen in den finalen drei Minuten
Den entscheidenden Moment des Spiels lieferten die Vikings jedoch in der Schlussphase: Running Back Flo Wegan erzielte knapp drei Minuten vor Spielende den Touchdown zur Wiener Führung. Eine erfolgreiche Two-Point-Conversion durch Wide Receiver Reece Horn erhöhte den Vorsprung auf sieben Punkte. In der alles entscheidenden letzten Angriffsserie der Pariser avancierte schließlich Defensive Back Leo Gerner zum Match Winner. Seine Interception beim letzten Drive der Musketeers beendete die Comeback-Hoffnungen der Hausherren.
Nach Wien = Vor Breslau
Den Wienern bleibt nur wenig Zeit, sich vom Spiel in Paris zu erholen bzw. sich auch auf das nächste Game vorzubereiten. Bereits am Samstag warten die Panthers im polnischen Wroclaw auf die Vikings. Kickoff ist um 14:00 Uhr.
Nach einem für manche überraschenden Sieg der Polen in Prag, stehen die Panthers aktuell bei 5-3 und sind der heißeste Verfolger der Vikings in der East Division. Ein Win in Breslau – gegen einen direkten Divisionsgegner – würde ein weiteres, klares Statement der Wiener in Richtung Divisionsgewinn setzen.
Rien ne va plus – Signing deadline definiert finalen Saisonkader
Die gestrige Signing Deadline hat den finalen Saisonkader der Vienna Vikings definiert. Ab sofort können keine weitere Athleten unter Vertrag genommen werden. Die einzige Ausnahme ist ein nachweislich verletzter Quarterback, der rein theoretisch bis zum Ende der Saison ersetzt werden darf. Es waren also lange Tage und Nächte für Head Coaches und General Managers in ganz Europa.
„Wir haben eine maximalen Roster von 65 Spielern, davon dürfen wir 10 Spots mit Import Players besetzen. Das ist bekannt. Der Rest sind Home Grown Spieler, zu denen im heurigen Jahr auch italienische Athleten zählen, die aus einer fix definierten Region Italiens kommen. Die Roster Spots will man natürlich immer so smart wie möglich füllen, um für die den Rest der Season personell gewappnet zu sein – basierend auf Needs, vor allem durch Verletzungen bedingt, und im Hinblick auf qualitative Kadertiefe. Da spielst du im Kopf Szenarien durch und willst so optimal wie möglich auf sämtliche Eventualitäten vorbereitet sein.“, so Head Coach Chris Calaycay.
Natürlich wurden die in Frage kommenden Spieler bereits davor gescoutet, Vorgespräche fanden immer wieder statt. Das ändert aber auch nichts daran, dass innerhalb von 48 Stunden nach dem Abpfiff in Paris trotzdem an der Lizenzierung der Athleten gearbeitet werden musste. Die finalen Roster Moves werden wie jede In-Season Woche mittwochs von den einzelnen Teams bzw. von der Liga kommuniziert.
„Wir bedanken uns bei Devin Taylor und Viljo Lempinen, die die verletzten Spieler Dennis und Laalo ersetzt und einen entscheidenden Beitrag zum bisherigen Erfolgen geleistet haben. Weiters wünschen wir unseren verletzten Spielern natürlich alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung. Ein herzliches Welcome bzw. Welcome Back an alle Roster Additions.“, so Calaycay.
Vienna Vikings Roster Moves Week 10 | Ein Überblick
Activated from IR
DB Elmeri Laalo
DB Amani Dennis
Placed on IR
DL Florian Grünsteidl
WR Andrea Serra
DB Rocco Zucchelli
DB Linus Gantar
Released
DB Devin Taylor
DB Viljo Lempinen
Signed
DE Leon Balogh
OL Aleksandar Milanovic
DL Maximilian Hradecny
DB Christoph Kellner
DB Valentin Reißner
DB Moritz Koschak
LB Valentin Bader
WR Matteo Mozzanica
Was machten die Gegner der Österreicher in der ELF?
Die Fehervar Enthroners haben mit Brett Pullmann einen neuen Quarterback präsentiert, der für den verletzten Brock Doman übernimmt.
Die Munich Ravens haben sich noch DB Vincent Woywod (2024 Rhein Fire), LB Lorenzo Deiana (Stuttgart Surge) und DL Denis Butz (Hamburg Sea Devils) verstärkt.
Die Madrid Bravos holten DB Cam’Ron Kelly der den Platz von Dx’Vonne Inyang (IR) übernimmt. Von IR reaktiviert haben die Spanier RB Justus Seelig. RB Andy Owusu wurde entlassen.
Ein möglicher Gegner im Playoff, die Stuttgart Surge, sicherte sich die Dienste der E-Imports WR Jordan Bouah und DB Kenny Floret.




















