Sonntagnacht besiegten Eli Manning & Co die Packers mit Hilfe eines Fieldgoals in der Nachspielzeit.

Die Giants gewinnen die NFC. Die New Yorker kamen als völlige Außenseiter in die Playoffs. Dass sie es überhaupt so weit geschafft hatten galt bereits als Sensation. Wer das Team Ende Oktober in London gegen Miami spielen sah, ging wohl nicht davon aus, dass man er hier einen künftigen Super Bowl-Teilnehmer vor sich hat. Doch im Football ist alles möglich. Damit kann Archie Manning, ein Jahr nach Peyton (Indianapolis), auch seinen zweiten Sohn Eli in einer Super Bowl bewundern. Das gab es noch nie.

Das Spiel am bitterkalten Lambeau Field erinnerte über weite Strecken an jenes der vielen Siege der Giants on the road. Zu Hause Pfui – Auswärts Hui. Eli Manning spielte unspektakulär, blieb ohne Touchdown, dafür aber auch ohne Interception. Der ‚alte Mann‘ auf der Gegenseite, Brett Favre, produzierte aus beiden Kategorien zwei Stück.

Mehrmaliger Führungswechsel
Lawrence Tynes, Kicker der Giants, schrieb als erster am Scoreboard an. Ihm sollte noch eine ganz wichtige Rolle in diesem NFC-Finale zukommen. Mit je einem Fieldgoal im ersten und zweiten Viertel brachte er sein Team mit 0:6 voran. Das Heimteam schlug noch vor der Pause zurück. Ein 90-Yards-Pass von Favre auf Donald Driver zum Touchdown und ein Fieldgoal von Mason Crosby brachten den Packers eine 10:6-Pausenführung.

Nach Wiederbeginn wechselte die Führung mehrmals. Brandon Jacobs lief zum ersten Giants-Touchdown des Spiels (10:13), Packers TE Donald Lee verwertete einen 12-Yards-Pass von Favre zum 17:13, bevor der zweite Runningback New Yorks, Ahmad Bradshaw, mit einem kurzen Lauf das 17:20 fixierte. Den Schlußpunkt in der regulären Spielzeit setzte Mason Crosby mit einem Fieldgoal für Green Bay zum 20:20 – Ausgleich & Overtime. Die Packers gewannn den Münzwurf und hatten damit den ersten Ballbesitz.

Lawrence, wir lieben (hassen) dich!
Gemischte Gefühle hatte Giants Headcoach Tom Coughlin für seinen Kicker Lawrence Tynes. Zwar verwertete er die ersten beiden Fieldgoals des Spiels, vergab dann aber zwei Fieldgoals (eines Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit) und damit auch zwei Möglichkeiten das frühzeitig Match zu beenden. Coughlin tobte – sein Kicker war völlig von der Rolle, als er vor allem beim zweiten Versuch das Ei wide left auf die Tribüne des Lambeau Field drosch.

Die Entscheidung brachte aber der Gescholtene selbst, bzw. die Giants-Defense in Person von Cornerback Corey Webster. Er holte sich einen Pass von Favre aus der Luft – Interception #2. Kurz danach ließ man Tynes, der zuvor aus kürzerer Distanz zwei Fieldgoals verschoß, aus 47-Yards antreten und dieses Mal traf er. Schluß – Aus- Vorbei – New York ist drin – Green Bay raus.

Jubel auch bei den Patriots
Besondere Freude kam danach in New England auf. Mit den Giants erwarten sie am 3. Februar in der Super Bowl den vermeintlich leichteren Gegner. Die New Yorker konnten seit 1990 kein Spiel mehr gegen New England gewinnen.

NFC-Championship
Green Bay Packers vs. NY Giants 20:23
(0:3/10:3/7:14/3:0/OT 0:3)
20. Januar 08 | 00:30 MEZ
Lambeau Field, Green Bay, 72.740 Zuschauer

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei