Vienna Knights (6-1) vs. AFC Vienna Vikings (3-4) 21:14
Viertelscores: (7:14/0:0/7:0/7:0) | Sa. 30.05. | 17:00 Uhr | 📍 Helfortplatz Wien
Verkehrte Football-Welt in der Bundeshauptstadt! Die Speedfit Vienna Knights bleiben das absolute, sensationelle Nonplusultra der laufenden Saison. Im allerersten AFL-Duell gegen den Rekordmeister AFC Vienna Vikings setzten sich die Ritter vor einer stimmungsvollen Heimkulisse am Helfortplatz mit 21:14 durch und krönten sich im Premieren-Derby zur Nummer 1 von Wien. Dass der Aufsteiger nach sieben absolvierten Runden mit einer fulminanten 6:1-Bilanz einsam von der Tabellenspitze grüßt, hätte vor dem Saisonstart wohl absolut niemand für möglich gehalten.
Knights erwischten einen Start nach Maß
Gleich im allerersten Offense-Drive tankte sich Quarterback Chad Jeffries per Rushing Touchdown zur frühen 7:0-Führung in die Endzone. Die Vikings zeigten sich unbeeindruckt und drehten das Spiel noch vor dem Seitenwechsel. Durch zwei präzise Receiving Touchdowns von Rudolf Lee Frey und Jordan David Kress ging der Rekordmeister mit einer 14:7-Führung in die Kabinen.
Nach der Pause verloren die Wikinger jedoch komplett den Faden und den Offense-Rhythmus, während die bärenstarke Knights-Defense fortan Beton anrührte und keinen einzigen Punkt mehr zuließ. Ein Receiving Touchdown von Simon Kalkhofer sowie ein weiterer Kraftakt von Chad Jeffries am Boden brachten die Wende zugunsten des Aufsteigers. Eine späte Interception von Elias Ferchl setzte schließlich den endgültigen Deckel auf den historischen Derby-Sieg.
Speedfit Vienna Knights Head Coach Ivan Zivko: „Das ist eine wilde Sache. Wenn man daran denkt, dass im Sommer darüber abgestimmt wurde, ob wir überhaupt in die AFL gehen wollen, und jetzt haben wir die Vikings geschlagen – dann ist das etwas Riesiges. Das ist großartig für die Mannschaft und für ganz Wien. Wir sind einfach eine neue Größe geworden.“
AFC Vienna Vikings Head Coach Benjamin Sobotka: „Es ist eine sehr bittere Niederlage. In der zweiten Halbzeit sind Dinge passiert, die nicht passieren sollten und auf die man keinen Einfluss hat. Sei es, dass sich erneut ein Quarterback verletzt hat, oder Fehler, die für dieses Team untypisch sind. Am Ende waren es einfach zu viele Fehler.“
Fehervar Enthroners (2-5) vs. Salzburg Ducks (2-5) 23:21
Viertelscores: (0:7/7:0/7:0/9:14) | Sa. 30.05. | 15:00 Uhr | 📍 FIRST Field Székesfehérvár
Was für ein episches Drama im Nachbarland! Die Fehérvár Enthroners feierten einen hauchdünnen 23:21-Heimerfolg und rächten sich damit erfolgreich für die knappe 13:16-Niederlage aus dem Hinspiel. Einziger Wermutstropfen für die Ungarn: Durch den Salzburger Drei-Punkte-Erfolg in Woche 1 geht das direkte Duell (Tie-Breaker) im Gesamtergebnis hauchdünn mit einem mickrigen Punkt Vorsprung an die Ducks. Sollten beide Teams am Ende der Regular Season bilanzgleich dastehen, könnte dieses eine Pünktchen über das letzte verbleibende Playoff-Ticket entscheiden.
Das Spiel selbst bot alles, was den Sport so faszinierend macht. Nach einem ausgeglichenen 7:7-Halbzeitstand schien Fehérvár im dritten Viertel die Kontrolle zu übernehmen. Doch das Schlussviertel mutierte zur absoluten Schocktherapie für Taktiker: Die Ducks legten ohne verbleibende Auszeiten einen grandiosen Last-Minute-Drive hin und erzielten die vermeintliche Führung zum Ausstieg. Doch die Hausherren hatten noch exakt 40 Sekunden auf der Uhr – und die Football-Götter auf ihrer Seite. Ohne Timeouts überbrückten die Enthroners 75 Yards und scoreten mit dem allerletzten Play des Spiels zum vielumjubelten Heimsieg.
Fehérvár Head Coach Michael Wood: „Ein unglaublicher Sieg. Wir haben es geschafft, den Ball in den letzten 40 Sekunden ohne Auszeiten über 75 Yards zu bewegen und mit der letzten Aktion des Spiels zu punkten. Ich bin schon lange im Football tätig, und das könnte der beste Sieg gewesen sein, den ich je erlebt habe.“
Salzburg Ducks Head Coach Joe Ashfield: „Man kann der Defense vorwerfen, dass sie den Gegner im letzten Drive nicht stoppen konnte. Aber die Offense hätte über das gesamte Spiel hinweg einen besseren Job machen müssen, damit wir gar nicht erst in diese Situation kommen. So schmerzhaft diese Niederlage auch ist – Gratulation an Fehérvár.“
Swarco Raiders Tirol (0-7) vs. Prague Black Panthers (5-2) 23:42
Viertelscores: (6:21/3:14/7:7/6:0) | Sa. 30.05. | 18:00 Uhr | 📍 American Football Zentrum Innsbruck

Die sportliche Talfahrt der Swarco Raiders Tirol im heimischen Oberhaus hat ihren vorläufigen, historischen Tiefpunkt erreicht. Auch nach der dringend benötigten Bye-Week gab es für die Mannschaft von Head Coach Alexander Achammer im AFZ nichts zu holen. Gegen die bärenstarken Prague Black Panthers setzte es eine deutliche 23:42-Heimklatsche. Die nackten Zahlen der Tiroler Krise im Jahr 2026 zeichnen ein verheerendes Bild: Ligaübergreifend stehen die Raiders nun bei erschreckenden neun Niederlagen – bei null Siegen auf der Habenseite.
Prag erfüllte die Pflichtaufgabe im Heiligen Land von der ersten Sekunde an absolut humorlos. Zum alles überragenden Mann des Abends avancierte dabei Panthers-Runningback Ahmonte Watkins. Mit drei fulminanten Touchdowns im Alleingang zerlegte er die Raiders-Verteidigung bereits in der ersten Halbzeit komplett und sorgte für eine komfortable und vorentscheidende 35:9-Führung zur Pause.
Die Gastgeber fighteten im zweiten Spielabschnitt zwar mit einer intakten Moral weiter und betrieben durch späte Scores noch etwas Ergebniskosmetik, die tschechische Offense-Power war an diesem Abend jedoch schlichtweg eine Nummer zu groß. Prag bleibt mit diesem souveränen Erfolg auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze.
Nach dem packenden Samstag ist das AFL-Wochenende noch lange nicht vorbei! Am Sonntag wartet auf alle Football-Fans das absolute Highlight-Match der gesamten Spielwoche. In der Steiermark kommt es zum heißersehnten Re-Match zwischen den Graz Giants und den amtierenden Meistern, den Danube Dragons.
Kickoff im ASKÖ Stadion Eggenberg ist um 15:00 Uhr. Wer nicht live vor Ort sein kann, findet den Livestream bei uns in der Live-Zentrale eingebunden!
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